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Die letzten 20 Beiträge des Themas: "Rosen und Stauden statt Kies in den Vorgärten"

Leda , 04.12.2018, 16:46 Zitat

Hero hat folgendes geschrieben:


Ein Gärtner in meiner Nähe, Rosen-Hammer aus Hessigheit am Neckar, hat einen weißen Sport der
Granny gefunden und hat diesen White Grandma genannt.


Sehr interessant! Wenn sie die guten Eigenschaften der Mutter geerbt hat, hast du bestimmt eine
prima Rose.
Hero , 03.12.2018, 16:08 Zitat
Vielleicht ist dir die Rose Granny von Poulsen bekannt.
Blüht sehr reich und eignet sich auch hervorragend für Hochstämme.
Ein Gärtner in meiner Nähe, Rosen-Hammer aus Hessigheim am Neckar, hat einen weißen Sport der
Granny gefunden und hat diesen White Grandma genannt.
Auf Nachfrage verschickt er auch per Post.
Leda , 03.12.2018, 11:16 Zitat
Schöner Eindruck vom Rosarium!

Zur Rose White Grandma habe ich gar nichts gefunden, was ist das für eine?
Hero , 02.12.2018, 09:51 Zitat
Mein Gartenboden ist lehmig und die aufgefüllte Erde besteht aus Kompost, Mutterboden und Sand. Für
eine gute Grundlage ist also gesorgt. Zusätzlich bekamen die Rosen und sonst. Gehölze meinen
Spezialkompost, eine Art Terra Preta und die Sedümmer jeweils zwei Schippen Sand unter die Füße.

Die neuen Rosen: Freifrau Caroline, 2 Pfl. und jeweils eine Lupo und White Grandma.
Sowie im Frühjahr alles wächst, liefere ich Fotos.
Ich bin selbst gespannt, wie sich die neue Pflanzung entwickelt.

https://up.picr.de/34476074fx.jpg

Diese Beete im Rosarium Dortmund haben mich inspiriert.
Leda , 01.12.2018, 18:42 Zitat
Hero hat folgendes geschrieben:
Bereits im nächsten Jahr ist vom Kies nicht mehr viel zu sehen.
...
Lavagranulat ist auch nicht gut für die Rosen; es speichert Wasser und verpasst den Pflanzen im
Winter einen Eiskragen.
Mineralischer Mulch zersetzt sich nicht und er nimmt den Pflanzen keine Nährstoffe weg.

.


Ach so, dann siehst du denn Kies als echten Mulchersatz und nicht als "Deko". :-)
Es stimmt natürlich, dass sich mineralischer Mulch im Gegensatz zu organischem Mulch nicht zersetzt
und keine extra "Stickstoffunterfütterung" braucht. Heißt dann aber auch, dass sich der Humusanteil
nicht erhöht. Wenn der Humusanteil gut ist, ist das natürlich kein Problem.
Lavagranulat ist im Topf durchaus nützlich, aber als alleinige Auflage stelle ich mir das auch
ungünstig vor.

Was hast du denn für Rosen gepflanzt ?, das Wichtigste zuletzt ;-)
Hero , 30.11.2018, 22:12 Zitat
Bereits im nächsten Jahr ist vom Kies nicht mehr viel zu sehen. Nur noch direkt um den Quellstein
ist eine pflanzenfreie Fläche.
Heller Kies heizt sich nicht auf, der Boden darunter bleibt feuchter, d.h., er trocknet nicht so
schnell aus.
Nimmt man ganz dunkles Steinmaterial, heizt es sich im Sommer stark auf und verbrennt die Pflanzen
von unten.
Lavagranulat ist auch nicht gut für die Rosen; es speichert Wasser und verpasst den Pflanzen im
Winter einen Eiskragen.
Mineralischer Mulch zersetzt sich nicht und er nimmt den Pflanzen keine Nährstoffe weg.

Vlies ist nur im Bereich um den Quellstein verlegt, damit keine Vermischung mit dem groben Material
darunter passiert.
Unkraut keimt nicht so gut und das, was doch keimt, läßt sich leicht entfernen. Laub wird, genauso
wie in den Beeten und nur da wo es stört, mit einem Handlaubrechen entfernt. Den Kies habe ich
flächig verteilt, sogar direkt über den neu gepflanzten Rosen.
Leda , 30.11.2018, 19:40 Zitat
Hero, mich würde interessieren, warum du dich für den Kies entschieden hast.
Liegt darunter noch ein Vlies?
Geschmacksfragen sind die eine Sache, und nicht zu diskutieren :-) , aber du hast dir bestimmt dabei
etwas gedacht.
Ich stelle es mir so ein Kiesbeet mühselig vor, Blätter im Herbst....
Auch weiß ich nicht, ob sich der Kies im Sommer nicht stark aufheizt. Wasser wird er vermutlich ja
nicht speichern, das wäre auch eher ungünstig, gerade in nassen Jahren. Und wie dicht bist du denn
an die Rosen mit dem Kies ran gegangen?
Ich möchte es jetzt zwar nicht nachmachen ;-)
, aber mich interessieren deine Gedanken dazu!
Hero , 30.11.2018, 15:12 Zitat
Jetzt habe ich auch ein Kiesbeet! Aber eins mit Pflanzen. Es befindet sich zwar nicht im Vorgarten,
ich kann jedoch zeigen, was ich mir darunter vorstelle.
Im Rosarium Dortmund wurde eine größere Pflanzung mit Rosen und Stauden mit Schiefersplit gemulcht.
So etwas wollte ich auch ausprobieren.

Vor kurzem habe ich meinen undichten Teich zugeschüttet und neue Pflanzflächen dazu gewonnen.

https://up.picr.de/34462469yv.jpg
Undichter Teich mit wenig Wasser.

https://up.picr.de/34462473hn.jpg
Quellstein gesetzt und Erde für neue Beetfläche aufgefüllt.

https://up.picr.de/34462476nw.jpg
Beete bepflanzt, u.a. auch mit 4 Rosen und alles mit Kies abgedeckt.


Leda , 10.10.2018, 20:48 Zitat
Dass Pflegeleichtigkeit für junge Menschen , die voll im Beruf stehen, Familie haben, im
Vordergrund steht, finde ich wenig erstaunlich. Und vielleicht hat da jede Zeit ihre Version von
„pflegeleicht“. Soviel schöner fand ich die früheren Versionen mit irgendeiner immergrünen Hecke
und etwas Rasen auch nicht. Oder quadratmeterweise irgendwelche Bodendecker. Oder auch die
Pflanzung von Hausbäumen, die dann nach ein paar Jahren auch tatsächlich Bäume geworden sind und
sich als viel zu mächtig entpuppten. Und anschließend irgendwie geschnitten worden sind, um sie im
Wuchs begrenzen. :confused:
Eventuell ist es in einigen Fällen auch eine Art Gegenreaktion auf „ zu viel Natur“ im Garten. Auch
das war/ist doch ein Trend. Nicht jeder Nachbar findet es chic, wenn Giersch durch den Zaun
wuchert. Und man sich doch noch eine Belehrung anhören muss, dass PSM gar nich gehen.
Versteht mich nicht falsch, ich verwende weder Glyphosat, noch gibt es hier Kies und Blaukorn auch
nicht.
Aus meiner Sicht sollten wir aber nicht kritisieren oder pauschal „der Gesellschaft“ ein
Fehlverhalten anlasten. Zumal solche Belehrungen eher nach hinten losgehen. Und auch irgendwie
anmaßend sind.
Es geht aus meiner Sicht nur wie bereits im ersten Posting erwähnt. Aufzuzeigen, dass vielleicht
ein Kiesgarten keineswegs pflegeleicht ist. Und auch der Laubsauger Grenzen hat. Dass ein Rasen,
der wie ein Rasen aussieht , verdammt viel Aufmerksamkeit kostet. Und dass es eigentlich kaum etwas
pflegeleichteres als einmalblühende Rosen gibt
=)
Und für Menschen mit einen gut gefüllten Konto, etwa dem von Klaus erwähnten erwähnten Banker, gibt
es auch eine Vision: Ein gut angelegter und ausgestatteter Garten wertet eine Immobilie auf , setzt
das schöne Haus erst in Szene ;-)

Das war früher schon so und hat sich bis heute nicht geändert.
Ich denke auch, dass es viele junge Gartenfreunde gibt, die ganz viel Hoffnung machen. Aber man
darf die Schraube auch nicht überdrehen. Jeglicher dogmatischer Ansatz ist aus meiner Sicht
grundverkehrt.
Dorothea , 10.10.2018, 07:12 Zitat
Hero hat folgendes geschrieben:

Es ist so langsam fast allgemeiner Glaube, daß in der Erde wühlen und dreckige Finger bekommen
allerunterste Schublade ist.


Hallo Hero,

Das scheint so zu sein. Inzwischen habe ich immer mehr das Gefühl, dass unsere Gesellschaft ein
gestörtes Verhältnis zur Erde (auch in Form von Erdboden) entwickelt hat. Sind diese leeren
Schotterbeete „Nicht-Gärten“, ein Statement gegen den Wildwuchs , eine Negierung der Natur?
Zum Glück gibt es immer wieder junge Gartenfreunde, die mir Hoffnung machen.

Dorothea
Hero , 09.10.2018, 17:39 Zitat
Dieser Vorgarten gehört meinem Sohn und ich glaube, daß ich kein schlechtes Vorbild bin, was Garten
und Gartenarbeit betrifft.
Nur mit viel gutem Zureden kamen die Pflanzen in die Beete und als mein Sohn den von mir
gewünschten Kies bestellen wollte, sagte ihm der Baustoffhändler, daß der feine Kies vom Laubsauger
aufgenommen wird, aus dem Schotter könne er das Laub heraussaugen.
Es ist so langsam fast allgemeiner Glaube, daß in der Erde wühlen und dreckige Finger bekommen
allerunterste Schublade ist.
Dorothea , 09.10.2018, 14:11 Zitat
Hallo Klaus,

Vielleicht ist jetzt die Generation Hausbesitzer am Kommen, die nicht mehr im Boden wühlen
durften/könnten, keine Löcher zum Mittelpunkt der Erde mehr gegraben haben und die deren Eltern bei
matschstarren Klamotten in Ohnmacht gefallen sind.

Oder ist es das Bedürfnis nach Ordnung und Übersichtlichkeit, dass meine Nachbarn dazu bewegt,
Bäume und Sträucher zu roden, damit nichts mehr umfallen kann, Schatten wirft oder gar Blätter auf
den Boden fallen lässt? Die Angst, den Anforderungen eines Gartens nicht mehr gewachsen zu sein und
der Garten dem Chaos der Natur ausgeliefert ist?

Oder haben Sie ganz einfach die Befürchtung, dass zu den vielfältigen Ansprüchen auch noch die
Pflicht zur Gartenarbeit hinzukommt, die nicht so einfach zu planen ist, Mühe macht und aufgrund
der unvorhersehbaren Natur unkontrollierbar ist?

Was wir tun können? Unsere Kinder, Enkelkinder und Nachbarskinder mit in den Garten nehmen, ihnen
Flächen zum Buddeln und Pflanzen zur Verfügung stellen, und Erde wieder in unser Leben zu bringen.
Wenn es sein muss, auch mit Schuhen und Klamotten. Wir müssen Erde als Grundlage unseres Lebens
wahrnehmen und nicht nur als Quelle von Dreck.

Nachdenklich,

Dorothea
Klaus , 09.10.2018, 08:13 Zitat
Hallo Dorothea,
die Frage scheint mir sehr berechtigt.
Bei uns um die Ecke wurde ein Haus saniert und wird nun für viel Geld an Banker vermietet. Der
Vorgarten, und was man sonst noch von der Straße aus sehen kann, entspricht diesen Bildern. Nur
sind keine Rosen, sondern Rhododendren gepflanzt. Das ist noch schlimmer. Man kann sich leicht
vorstellen, wie diese Rhododendren nach diesem langen, trockenen Sommer nun aussehen. Macht
anscheinend nichts. Vermutlich wird alles im Herbst ausgetauscht. Aufs Geld kommt es anscheinend
nicht an.
Meine Frage ist: Was müsste getan werden, um hier eine Umkehr im Denken herbeizuführen. Fehlen
vielleicht die Vorbilder?
Das Thema betrifft doch nicht nur die Rosen!
Herzliche Grüße
Klaus
Dorothea , 08.10.2018, 09:07 Zitat
Hallo Hero,

Dein Beitrag hat mich auf einen Gedanken gebracht. Offensichtlich gelten Schotter und Steine als
pflegeleicht. Im Umkehrschluss gelten dann Pflanzen und vor allem der Boden als arbeitsaufwendig.
Haben zu viele Grundstücksbesitzer kein Verhältnis mehr zum Boden? Ist der sichtbare Boden eine
Provokation? Oder einfach das Bedürfnis nach einer überschaubaren, übersichtlichen Welt?

Dorothea

Hero , 05.10.2018, 13:42 Zitat
http://up.picr.de/33990808vg.jpg

http://up.picr.de/33990810sc.jpg


Gewünscht wurde ein pflegeleichter Vorgarten und nach gutem Zureden ist das daraus geworden.
Allerdings hatte ich feinen Kies bestellt, doch der Baustoffhändler hat dem Kunden diesen groben
Schotter aufgeschwatzt.
Andi , 05.12.2017, 15:28 Zitat
Kleine Frage: Haben Rosen- und Staudenfreunde überhaupt die typischen Kiesgärten? Die
Kiesgärtenbesitzer, die ich kenne, sind von ihren tollen Steinwüsten überzeugt.

Viele Grüße
Andrea
Archivrambler , 17.11.2017, 12:13 Zitat
Wer den Bericht einmal sehen möchte:
http://mediathek.rbb-online.de/tv/rbb-Gartenzeit/Entsteint-euch/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3913628&
documentId=47534932



Man könnte sich mit Herrn Kullmann von der Gesellschaft der Staudenfreunde in Verbindung setzen und
gemeinsam ein Projekt gestalten.
Gesucht werden 3-4 Kiesgärten zur Umgestaltung bei den Rosen- und Staudenfreunden.
(Und wenn möglich sucht man noch schnell Fördergelder.)
RosenMama , 16.11.2017, 17:24 Zitat
Dem stimme ich zu. Wie kann das in der praktischen Umsetzung aussehen?
Rosenkavalier , 16.11.2017, 14:50 Zitat
Rosen und Stauden statt Kies in den Vorgärten !
Auf den ersten Blick sieht Kies praktisch aus, doch das erweist sich meist als Irrtum.
Herabfallendes Laub und Kiefernnadeln lassen sich nur schwer aus den Steinen herausklauben, und
trist sieht es aus. Also weg mit den Klamotten.
Der Bund deutscher Staudengärtner (BdS) stellte hierzu pressewirksam einen Beispielfall vor.. Der
renommierte Berliner Landschaftsplaner Christian Meyer wurde gebeten, gemeinsam mit dem Ehepaar
Kukies einen Gartenplan zu entwickeln. Der BdS kontaktierte die Redaktion rbb Gartenzeit, die das
Thema bereitwillig aufnahm. Im Oktober war Pflanztermin, am 12. November 2017 strahlte der Sender
eine erste Sendung aus und zeigte, wie aus einem Kiesbeet ein lebendiger Garten entstehen kann. Im
Spätsommer 2018 wird der zweite Teil gesendet, wenn der Garten schon etwas eingewachsener ist.
„Ziel der Aktion ist es, zu zeigen, dass Kiesflächen rückgebaut werden können und dass die Anlage
eines Vorgartens kein Hexenwerk ist “ berichtet Klaus-Peter Manig, Vorsitzender des Arbeitskreises
Werbung und Öffentlichkeitsarbeit im Bund deutscher Staudengärtner. Gartenneulinge fühlen sich oft
überfordert, wenn sie keinerlei Wissen von Boden, Pflanzen und Pflege haben. „
Es ist Aufgabe der Fachleute, den Gartenbesitzern Hilfestellung zu geben. Die Aktion sollte auch
für die GRF Ansporn sein, ähnliche Aktionen einzuleiten.

Rosenkavalier

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