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Thema: Bodenbedeckung [Seite 1 ]  

Kein neuer Beitrag ckc , 16.12.2017, 17:10
Beitrag #1   

Rang: * * O O O
Registrierung: 11.06.2016, 23:45
 

öfters da mit 34 Punkte, 20 Beiträge
Liebe Rosenfreunde,

ich sehe häufiger Gärten mit Splittabdeckungen, das behagt mir irgendwie nicht. Auch die
Umpflanzung der Rosen mit Bodendeckern finde ich schwierig, da ich nicht mehr so gut im Griff habe,
was los ist und wie der Austrieb kommt. Eine Mulchfolie ist mir etwas künstlich. So bin ich also
regelmäßig mit der Hacke unterwegs, um den Boden zu lockern und die Beikräuter kurz zu halten.

Was meint ihr dazu? Womit seid ihr zufrieden?

Beste Grüße

Christan

 
Kein neuer Beitrag Ramblerjosef , 17.12.2017, 19:51
Beitrag #2   

Rang: * * * O O
Registrierung: 18.01.2010, 19:54
 

Fortgeschritten mit 52 Punkte, 42 Beiträge
Hallo Christian, hallo Rosenfreunde, =)
ja es ist ein Kreuz mit dem Unkraut (Wildkräutern) mit zunehmendem Alter wird es aber noch
schwerer. :-(
Meine Frau und ich haben uns daher auch schon über das Thema unsere Gedanken gemacht.
Vlies passt nicht so richtig in die Landschaft. :-(
Nun schaut einmal auf das Foto, bei genauerem Betrachten sieht man noch etwas Unkrautvlies.

http://666kb.com/i/dpbqlghjaz9s73aps.jpg

Wir haben im diesem Jahr gut zwei Wochen mit Unkraut entfernen und Vlies verlegen verbracht, es war
eine Knochenarbeit. :roll: :confused: :-P
Damit die Mühe aber auch nachhaltig ist müsst Ihr unbedingt auf die Stärke des Materials achten. :confused:
Die Gramatur sollte ca. 150gr. sein, so konnte sich auch bei uns in unserem 3000qm großen Garten
kein Löwenzahn durchdrücken.
In den Beeten am Haus haben wir Rindenmulch verwendet, im Rosengarten werden die Rotbuchenblätter,
ja alle anfallenden Blätter verwendet. =)
Der Rasenmäher wird auf mulchen gestellt und so oft nach vorne und hinten bewegt bis das
Mulchmaterial klein genug ist.


http://666kb.com/i/dpbs4jeo97bzwtips.jpg

http://666kb.com/i/dpbs5bjm3884spqtc.jpg

http://666kb.com/i/dpbs6e3o89l7bwcu8.jpg

http://666kb.com/i/dpbs74ooducymton4.jpg

Mit rosigen Grüßen Helene und Josef. =) ;-)

Man braucht nicht erst zu sterben um ins Paradies zu gelangen. Gehe in Deinen Rosengarten. Helene
und Josef. =)

 
Kein neuer Beitrag ckc , 17.12.2017, 21:05
Beitrag #3   

Rang: * * O O O
Registrierung: 11.06.2016, 23:45
 

öfters da mit 34 Punkte, 20 Beiträge
Vielen Dank für die Bilder aus Eurem wunderschönen Garten. Das ist jedenfalls eine Idee. Am besten,
Ihr schreibt in 3-4 Jahren nochmal, ob es die Mühe wert war ;) Alles Gute und beste Grüße, C.

 
Kein neuer Beitrag Ramblerjosef , 17.12.2017, 21:26
Beitrag #4   

Rang: * * * O O
Registrierung: 18.01.2010, 19:54
 

Fortgeschritten mit 52 Punkte, 42 Beiträge
Hallo Christian, hallo Rosenfreunde, =)
ein Rosenfreund der GRF. Freundeskreis- Aachen hat schon positive mehrjährige Erfahrung mit Vlies. =)
MfG. Josef. =) ;-)

Man braucht nicht erst zu sterben um ins Paradies zu gelangen. Gehe in Deinen Rosengarten. Helene
und Josef. =)

 
Kein neuer Beitrag Schmidt , 18.12.2017, 22:55
Beitrag #5   

Rang: * O O O O
Registrierung: 31.01.2013, 21:40
 

Neuling mit 8 Punkte, 8 Beiträge
Hallo Christian, hallo Rosenfreunde,

Josef hat recht (und motiviert mich insoweit, hier im Rosenforum zu berichten, zumal er mich
persönlich auch gemeint hat mit "ein Rosenfreund des GRF-Freundeskreises Aachen"): Im Vorgarten
habe ich vor mehr als 10 Jahren erstmals mit einer Folienabdeckung experimentiert. Damals gab es im
Handel nur hauchdünne schwarze Folien mit wasserdurchlässigen "Löchlein". Die Erde war schwer,
lehmhaltig, nass, stark verdichtet und durchsetzt vom (hier in der Eifel typischen) Schiefer und
vom ehemaligen Hausbau-Material - war also relativ unfruchtbar. An Umgraben war nicht zu denken -
deshalb die Idee mit der Folie.

Wenn ich aber heute im Vorgarten an einer Stelle grabe, finde ich jede Menge Regenwürmer. Und mir
scheint tatsächlich, als ob es dem Boden nicht geschadet hätte, ihn mit Folie abzudecken: Päonien,
Hortensien und Rhododendren wachsen genauso prächtig wie die Rosen.

Deshalb habe ich auch im hinteren Garten die neu angelegten Beete "eingepackt" - diesmal allerdings
mit dickerer Folie, die - weil geflochten - zugleich wasser- und luftdurchlässiger ist. Darauf
kommt dann eine dünne Schicht mit Mulch, so dass man von dem an sich häßlichen schwarzen Vlies rein
gar nichts sieht. Wie Josef richtig schreibt: Statt Mulch könnte man sicher auch gehäckselte
Blätter u.ä. nehmen. Es kommt aus meiner Sicht nur darauf an, dass sich die Erde unter der Folie
nicht aufheizt durch Sonneneinstrahlung.

Neuerdings schütte ich sogar allen Schiefer und alle Kieselsteine, die ich bei der Neuanlage von
Beeten (durch Umgraben) aus dem Boden hole, auf die Folien bzw. auf den Mulch. Vielleicht ist dies
eine "Übernachtungs- und Überwinterungsmöglichkeit" für Nützlinge: Denn seither gibt es in meinem
Garten (neben vielen Vögeln) so gut wie keine Blattläuse mehr. Und auch der Pilzbefall ist bis auf
ein paar "Wiederholungstätern" unter den Rosen recht gering. Wobei sich in diesem Zusammenhang von
selbst versteht: In meinem Garten wird seit vielen Jahren nicht mehr gegen Insekten- oder
Pilzbefall gespritzt. Wenn Rosen deshalb sterben wollen - na, dann sollen sie.

Wildkräuter? Gibt es noch - aber alles lässt sich leicht herausziehen und der Befall ist gering.
Löwenzahn von der nahen Wiese? Nein, eigentlich nur im "Rasen" - und dort wird regelmäßig gemäht.
Aber wie man sich denken kann: Frühere Beete "ohne" Folien bzw. Vlies sind weit arbeitsintensiver,
weil dort natürlich die Wildkräuter "wie immer und überall" keimen.

Natürlich warne ich an dieser Stelle: 10-15 Jahre sind noch keine lange Zeit - insofern beobachte
ich sehr genau, ob sich bei Beeten "mit" Folien etwas negativ verändert. Wenn ja, dann würde ich
mich natürlich nicht scheuen, ganz schnell alles abzuräumen: Folie, Mulch, vielleicht sogar die
Steine (was die Amseln wohl betrüben würde, die sie immer wieder umdrehen).

Mit herzlichen Grüßen

Hans-Werner Schmidt


 
Kein neuer Beitrag ckc , 19.12.2017, 11:50
Beitrag #6   

Rang: * * O O O
Registrierung: 11.06.2016, 23:45
 

öfters da mit 34 Punkte, 20 Beiträge
Vielen Dank für diesen ausführlichen Einblick, lieber Hans-Werner. Das finde ich sehr spannend. Ich
hoffe, ich kann die Profis im Bekannten- und Familienkreis mal während der Feiertage darauf
ansprechen und dann entsprechend selbst planen. Ich darf womöglich einen größeren Rosengarten bei
einem Bauprojekt selbst mit anlegen und hoffe dann einiges richtig zu machen. Und im Privatgarten
werde ich dann auch mal ein Beet testweise mit Mulchfolie versehen. Euch allen ein friedliches Fest.

 
Kein neuer Beitrag Ramblerjosef , 19.12.2017, 19:47
Beitrag #7   

Rang: * * * O O
Registrierung: 18.01.2010, 19:54
 

Fortgeschritten mit 52 Punkte, 42 Beiträge
Hallo Rosenfans, =) :D
auch ich möchte Hans Werner für seinen ausführlichen Bericht danken. :-)
Hans Werner konnte beobachten ,daß sich die Anzahl an Regenwürmern deutlich vermehrt hat, ja die
Vögel können sie nicht mehr so leicht fangen. :-/
Zum Dank schaffen sie kleine Gänge in der Erde, wodurch der Boden gelüftet und gelockert wird.
Dieses so wertvolle Lebewesen verspeist nur abgestorbenes Material und Dank seiner speziellen
Kalkdrüse kommt hinten ein Kothäuflein raus das siebenmal kalkhaltiger ist als der Boden in dem es
lebt. :roll: :shock:
Ein Boden der durch Mulchen vor Sonne und Regen geschützt ist sollte doch eigentlich fruchtbarer
sein,oder?
Die Fruchtbarkeit der Erde, übrigens ein Lieblingsthema von mir, wird uns doch in den großen
Regenwälder gezeigt. Keiner düngt die mächtigen Baumriesen, aber die Natur mulcht den Boden. :shock:
Nun aber zurück zum Gartenboden.
In einer Hand voll guter Gartenerde leben mehr Mikroorganismen, als es Menschen auf unserer ganzen
Erde gibt. :confused: :confused: =)
Und ein Gärtner kann dieses noch steigern, indem man sich etwas von der Natur abschaut.
Seit über 15 Jahren mulchen wir mit Grasschnitt in so großen Mengen ein Fachmann würde sagen das
wird schimmeln. :-( :shock:
Aber über die Jahre ist ein Leben im Boden entstanden , das auch so dichte Mengen an Grasschnitt
den richtigen Verlauf der Rotte nehmen.
Goethe schrieb: Leben soll durch Leben entstehen, dann erhält man auch eine wertvolle, lebendige
Nahrung.
Ja und ich hoffe auf gesunde Rosen. :D
Nun aber zurück zum Unkrautvlies.
Bitte alle Unkräuter entfernen, jedenfalls so gut es geht. Aber auch die Steine sammeln, sie werden
noch gebraucht. Wir haben uns für Vliesrollen 50m Länge und 1,5m Breite entschieden. Die
Anlegestellen sollten ca. 8-10cm über dem verlegten Vlies überlappen. Damit das Vlies nicht vom
Wind fortgetragen wird,sollte es nun wieder mit Steinen beschwert werden. Aber aufgepasst die
runden oder dickeren Steine in Mitte des Beetes, die flachen besser an den Rand, das
Rasenmähermesser wird es danken.
Mit rosigen Grüßen Helene und Josef. =) ;-)

Man braucht nicht erst zu sterben um ins Paradies zu gelangen. Gehe in Deinen Rosengarten. Helene
und Josef. =)

 
Kein neuer Beitrag Schmidt , 21.12.2017, 13:22
Beitrag #8   

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Registrierung: 31.01.2013, 21:40
 

Neuling mit 8 Punkte, 8 Beiträge
Lieber Josef,

für die Anlage von neuen Beeten plane ich unbedingt etwas mehr Zeit ein, als nur umzugraben und
Schiefer etc. aus dem Boden zu holen. Anders als in Deinem wunderschönen Garten: Ich setze
"Grenzsteine" vom Baumarkt ein: Pro Stück 10 cm lang x 6 cm breit x 5 cm tief, "eingeschlagen"
natürlich durch das breite Anti-Wildkraut-Vlies, das wir beide verwenden - dadurch wachsen vom
Rasen aus nur ganz selten Rasenwurzeln "zwischen den Grenzsteinen" durch: Alle paar Jahre hebt man
die Steine dann eben kurz hoch, entfernt die Graswurzeln und legt die Grenzsteine wieder in den
entsprechenden "Graben". Weil ich viel mit wurzelechten (= nicht okulierten) Rosen arbeite, sind
vor den Grenzsteinen (vom Beet aus gesehen) jeweils 25 cm tiefe Bänder versenkt, im Baumarkt
"Rasenkanten" genannt und als Rolle von ca. 10 m zu erhalten. Jedenfalls bleiben auf diese Weise
"Rasen" und "Beet" strikt getrennt und der Rasenmäher hat keine Probleme ...

Fazit: Man muss viel Mühe bei der Anlage von neuen Beeten aufwenden - aber dafür wird man hinterher
durch weniger Arbeit belohnt. Keine Ausläufer im Rasen, kein Gras (und keine Wildkräuter) in den
Beeten. Wobei ich betonen möchte: In meinen Rosenbeeten sind zusätzlich und zur Begleitung immer
ganz viele (heimische) Stauden und Blumen eingepflanzt ... und eine Ecke mit Brennesseln gibt's
auch. Ich bemühe mich insofern sehr, Vögeln, Wildbienen, Schmetterlingen und anderem Getier von
Februar bis November genügend Futterstellen zu bieten.

Herzliche Grüße

Hans-Werner Schmidt


 
Kein neuer Beitrag ckc , 16.01.2018, 09:40
Beitrag #9   

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Registrierung: 11.06.2016, 23:45
 

öfters da mit 34 Punkte, 20 Beiträge
Noch eine kurze Frage, wie funktioniert der Transfer der abgestorbenen Blätter etc. durch die
Folie, d.h. wie können die Regenwürmer arbeiten? Bzw. welche Produkte würdet ihr konkret empfehlen?
LG Christian

 
Kein neuer Beitrag Schmidt , 16.01.2018, 22:24
Beitrag #10   

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Neuling mit 8 Punkte, 8 Beiträge
Zum einen mische ich bei der Erst-Anlage von Beeten immer mal Blätter und Kompost unter die Erde -
das reicht für die Regenwürmer aber nie und nimmer "über die Jahre", denke ich. Zum anderen
schneide ich die Pflanzlöcher in den Folien immer recht großzügig (und die Abstände zwischen
einzelnen Stauden und Sträuchern wie Rosen sind geringer als in Gartenkatalogen angegeben). Bisher
scheint dieses System zu funktionieren. Aber wie gesagt: Ich beobachte dies seit Jahren und würde
sofort die Folie von einem Beet herunternehmen, wenn ich dort Negatives vermuten müsste. Im übrigen
vergleiche ich auch mit Beeten, in denen ich diese gewebten Folien bewusst n i c h t genutzt
habe: Bisher sehe ich keine Unterschiede (außer in der Arbeitsersparnis).

Herzliche Grüße

Hans-Werner Schmidt
(Simmerath-Strauch)

 
Kein neuer Beitrag ckc , 26.01.2018, 19:32
Beitrag #11   

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Registrierung: 11.06.2016, 23:45
 

öfters da mit 34 Punkte, 20 Beiträge
Liebe Rosenfreunde, ich habe mir jetzt eine Rolle Unkrautflies gekauft und werde mal langsam
anfangen. Danke für die ausführlichen Berichte! Ein schönes Wochenende wünscht Christian

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