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Thema: Rosenschneiden- Y [Seite 1 ]  

Kein neuer Beitrag Dorothea , 21.04.2018, 11:16
Beitrag #1   

Rang: * * * O O
Registrierung: 14.01.2010, 11:28
 

Fortgeschritten mit 148 Punkte, 96 Beiträge
Liebe Rosenfreunde,

Rosenschneiden ist eine Frühjahrspflicht, der ich mehr oder weniger nachkomme. Zum Glück habe ich
auch viele Rosen, bei denen ich nicht jährlich zur Schere greifen muss.

Wenn ich die Diskussionen in Facebook verfolge, habe ich den Eindruck, dass es darum geht,
möglichst viel und tief zu schneiden. Je weniger Augen, desto tapferer der Rosenfreund. Ich bin in
dieser Hinsicht ein Weichei, ich schneide nicht so viel, einmal weil es soviel Arbeit macht und ich
festgestellt habe, dass die Rosen auch mit moderatem Schnitt gedeihen.

Welche Bedeutung hat das Rosenschneiden für Euch?

Dorothea


 
Kein neuer Beitrag Morton , 22.04.2018, 09:35
Beitrag #2   

Usergruppe: Gäste
E-Mail: morton@t-online.de
Hallo,

der alljährliche Frühjahrsrosenschnitt ist bei mir sehr wichtig. Selbstverständlich blüht eine Rose
auch ohne Schnitt. Für mich gibt es aber 3 Motive, dieses Thema mit großer Sorgfalt zu erledigen.

1. Durch den Schnitt bekommt die Rose einen Reiz für einen neuen Austrieb. Dieser neue Trieb sorgt
für eine bessere Blüte.

2. Ich lege sehr großen Wert auf die Wegnahme von abgestorbenen Alttrieben und Trieben, die in den
Strauch hinein wachsen. Durch dieses "Luft schaffen" wird die Rose nach einem Regen besser
abtrocknen. Die Pilzgefahr kann dadurch reduziert werden.

3. Durch das gezielte schneiden kann ich den Rosenstock auch in eine gewünschte Form bringen. Ich
bezeichne das als "Erziehungsschnitt".

Kurzum: Der Rosenschnitt belebt die Rose.


Beste Grüße und noch einen schönen Sonntag.


Harald H. Morton

---------------------------------------------------------
"Mein Rosengarten" https://www.youtube.com/watch?v=1EjWoimhxoQ

 
Kein neuer Beitrag Dorothea , 22.04.2018, 10:09
Beitrag #3   

Rang: * * * O O
Registrierung: 14.01.2010, 11:28
 

Fortgeschritten mit 148 Punkte, 96 Beiträge
Hallo Morton,

So sehe ich das auch.
Mich irritiert bei manchen Rosenfreunden der Schneidezwang, mit dem sie durch ihre Rosengärten
gehen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich viele alte und historische Rosen haben, die nicht
so heruntergeschnitten werden „müssen, wollen, können“ wie die modernen Rosen.

Bei den Bildern in Facebook fällt mir auf, dass auf die Entfernung alter und kranker Triebe bei
manchen Rosenfreunden gar nicht so geachtet wird.

Das ist für mich beim Schnitt sehr wichtig: überalterte Triebe entfernen, ebenso kränkliche oder
gar abgestorbene Triebe. Dazu die Rose durch einen gezielten Schnitt zur weiteren Entwicklung zu
animieren.

Dorothea


 
Kein neuer Beitrag Andrea , 23.04.2018, 15:07
Beitrag #4   

Rang: * * O O O
Registrierung: 24.02.2010, 12:30
 

öfters da mit 16 Punkte, 16 Beiträge
In den Facebook-Gruppen ist sehr unterschiedliches Fachwissen vorhanden. Es sind viele
Rosenliebhaber/innen dabei, die sehr viel wissen aus der Beobachtung ihrer eigenen, oftmals recht
umfangreichen Rosensammlung. Aber es ist auch viel Nicht-Wissen da, besonders auch über die
einzelnen Rosenklassen. Was für Kleinstrauch-/Bodendecker und moderne Edelrosen gilt, hilt noch
lange nicht für die Strauchrosen.

Wäre es da nicht an uns, da Hinweise zu geben, wie man es besser machen könnte?

In den Schnittkursen hier in Baden-Baden und auch von Heiko Hübscher habe ich gelernt, das die
Modernen Rosen (Bodendecker, Floribunda und Edelrosen) sehr weit zurückgeschnitten werden und so
mache ich das auch daheim, je nach Rosenklasse natürlich.

Viele Grüße
Andrea


 
Kein neuer Beitrag RosenMama , 23.04.2018, 20:41
Beitrag #5   

Rang: * * O O O
Registrierung: 29.12.2011, 18:10
 

öfters da mit 27 Punkte, 21 Beiträge
Dorothea, schneidest du deine Histos nie bzw nur sehr selten? Dieses Jahr muss ich mich unbedingt
an meine machen, sie verkahlen sonst von unten her bzw fallen irgendwann um. Das habe ich schon
anderswo beobachtet. Leider habe ich noch nie einen speziellen Schnittkurs für die Histos
"erwischt". Bisher ging das mit dem Schneiden meist recht radikal vonstatten, von einem guten
Pflegeschnitt bin ich sicher weit entfernt.
Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal editiert. Das letzte Mal 23.04.2018, 20:41 von RosenMama.

 
Kein neuer Beitrag RoSaMund , 24.04.2018, 13:04
Beitrag #6   

Rang: * O O O O
Registrierung: 12.02.2018, 09:40
 

Neuling mit 7 Punkte, 7 Beiträge
Hallo RosenMama,

die modernen Rosen sind nicht so ganz mein Fall. Ich habe inzwischen auch einige um Garten, aber es
sind überwiegend ältere Rosen.

Bei allen Rosen achte ich darauf, dass alles alte und kranke Holz weggeschnitten wird. Dieses Jahr
habe ich probehalber das Totholz in einem großen Strauch einer (möglicherweise) Ducchesse de
Montebello gelassen, welches die jüngeren Triebe wie ein Reifrock stützt. Im Sommer werde ich dort
aufräumen, wenn ich dazu komme.
Ich mag meine Rosen als Sträucher mit einer gewissen Höhe. Nun gibt es in meinem Garten ausreichend
Rosen und ob es ein paar mehr oder weniger Blüten gibt, ist für mich nicht so ganz wichtig.
Ab und an gibt es einen Radikalschnitt, den ich dann aber ganz früh im Jahr oder im Herbst
durchführe. Dann ist das Holz bereits abgetrocknet und die Wunde blutet nicht mehr. Ich habe in
diesem Jahr ganz schlimme Beispiele von Rückschnitten gesehn, wo sehr spät und sehr rigoros
geschnitten wurde. Das muss nicht sein.

Meine Mutter schneidet alle Rosen kräftig zurück, lichtet sie auf wenige Trieb aus. ich bin
jedesmal schockiert, aber die Rosen erholen sich wieder, die einmalblühenden Rosen blühen dann
nicht so üppig.

Vielleicht sollten wir einmal eine Aufstellung von Schnittanleitungen für historische Rosen
erarbeiten.

RoSaMund


Rosengrüße von

RoSaMund
Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal editiert. Das letzte Mal 24.04.2018, 16:06 von Dorothea.

 
Kein neuer Beitrag Rosen-Christoph , 01.05.2018, 20:25
Beitrag #7   

Rang: * O O O O
Registrierung: 27.04.2018, 13:52
Homepage: http://www.heritage-roses.com
 

Neuling mit 2 Punkte, 2 Beiträge
Hallo zusammen,

das hier vorher erwähnte Prinzip "Der Rosenschnitt belebt die Rose" kann ich aus eigener Erfahrung
auch nur bestätigen. Sicherlich wird man jetzt nicht eine ganz toll rankende alte Kletterrose bis
auf den Grund herunterschneiden, das wäre natürlich genau falsch - denn man möchte ja auch, dass
diese Rose rankt und klettert. Hier schneidet man vielmehr ganz sanft und vorsichtig ggf. tote Äste
ab und lässt die schönen großen stehen. Die Rose soll ja klettern!

Allgemein würde ich erst einmal tote Triebe entfernen und ebenfalls auch die zu starken
Verästelungen bis zur Gabelung wegschneiden. Ein kräftiger Schnitt mit Verstand hilft der Rose,
dass Sie Ihre Kraft in die neuen Blüte und Triebe stecken kann.

Ich habe auf Youtube den Kommentar von Michael Marriot gefunden dazu, er spricht allerdings von
einer generellen Regel (ab 01:00 min)

https://www.youtube.com/watch?v=nH7XmCgDfO0

Außerdem ist nach dem ersten Schnitt das Düngen nicht zu vergessen, ich persönlich Dünge meine
Rosen immer. Habe einen einfachen Weg auch noch in meinem Blog beschrieben.

Viele rosige Grüße und einen schönen Tag
Christoph Kopowski

 
Kein neuer Beitrag Rosen-Christoph , 01.05.2018, 20:27
Beitrag #8   

Rang: * O O O O
Registrierung: 27.04.2018, 13:52
Homepage: http://www.heritage-roses.com
 

Neuling mit 2 Punkte, 2 Beiträge
Hier ist noch ein Tipp: https://www.youtube.com/watch?v=CJUS3eFEHrk

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