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Position: Home » Forum » Der praktische Rosengarten » Welcher Dünger, wieviel und wann?
Thema: Welcher Dünger, wieviel und wann? [Seite 1 ]  

Kein neuer Beitrag Hero , 28.12.2018, 09:46
Beitrag #1   

Rang: * * * O O
Registrierung: 30.03.2010, 23:14
 

Fortgeschritten mit 144 Punkte, 116 Beiträge
Rosendüngung ist ein unendliches Thema und es gibt zuviele Düngermischungen, die für Rosen verkauft
werden.
Ich schreibe mal auf, welchen Dünger meine Rosen bekommen:

Nach dem Rosenschnitt, Mitte März, verteile ich eine Mischung aus Blaukorn und Patentkali,
halbe-halbe, an den Rosen, die wachsen sollen und Hornspäne.
Zusätzlich bekommt jede Rose eine Schippe Kompost.
Ich habe nämlich sehr viele Rosen, die wie Unkraut wachsen; die bekommen nur etwas Patentkali.

Mit Patentkali habe ich die Erfahrung gemacht, daß Mickerlinge auf einmal anfangen zu wachsen und
kräftige Neutriebe aus der Veredlungsstelle schieben. Außerdem bewirkt er kräftigere Blütenfarben
und stabilere Stengel und Blütenblätter.

Jetzt komme ich zur Menge pro Rose: Blaukorn und Patentkali - 1 Eßlöffel für eine große Rose,
entsprechend weniger für Buschrosen.
1/2 Handvoll Hornspäne für eine große Rose usw.
Nach dem Verteilen des Düngers lockere ich die Erde um die Rosen.

Später im Jahr dünge ich nicht mehr!
Einzige Ausnahmen sind neu gepflanzte Rosen, die nach dem Anwachsen im Juni einen schnell wirkenden
Dünger, also den mineralischen s.o. bekommen.
Bei Trockenheit muß dieser Dünger mehrmals gut angegossen werden. Alternativ kann auch ein
Flüssigdünger verwendet werden.

Rosige Grüße von Hero
Dieser Beitrag wurde insgesamt 2 mal editiert. Das letzte Mal 28.12.2018, 09:50 von Hero.

 
Kein neuer Beitrag Morton , 28.12.2018, 11:26
Beitrag #2   

Usergruppe: Gäste
E-Mail: n/a
Ich verwende eine selbst zusammengestellte Düngermischung, die die Hauptbestandteile: Stickstoff,
Phosphor, Kalium sowie Magnesium und Spurenelemente enthält. Dazu gebe ich noch einen
Boden-Activator. Jeweils eine Handvoll pro Stock. Die erste Düngung nach dem Schnitt im März/April
und die zweite Düngung Ende Juni.


Im September bekommt jeder Stock noch Patentkali.


Hero, Sie schreiben, dass Sie schon im März Patentkali einbringen. Das irritiert mich etwas. Nach
meinem Wissenstand - und so wird es auch in namhaften Rosenschulen gelehrt - sorgt Patentkali
dafür, dass die Rose besser durch den Winter kommt. Hier der Auszug aus einem Lehrbuch:

Um die Rosen für die Wintermonate widerstandsfähiger zu machen, kann man Ende August bis Mitte
September einen Kalidünger, beispielsweise Patentkali, ausbringen.

Eine zweijährliche Anwendung ist hierbei in der Regel ausreichend.


Wirkung
-Festigt und stärkt Pflanzengewebe und Zellwände
-Sorgt für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt, macht Stengel und Triebe standfester bzw. lässt
diese im Herbst besser ausreifen
-Erhöht sowohl die Frosthärte als auch die Widerstandskraft der Pflanzen bei Trockenheit und
Temperaturschwankungen
-Beugt Mangelerscheinungen wie Chlorosen (Gelbsucht, Aufhellungen an den Blatträndern ) und
Nekrosen (Vertrocknungserscheinungen) wirksam vor
-Unterstützt die Bildung von Blattgrün für ein gesundes Aussehen der Pflanzen

Aber gut, wenn Sie die von Ihnen beschriebene Wirkung erreichen, ist das sicherlich richtig. Ich
werde aber nach wie vor nur im Herbst den Patentkali ausbringen.


Harald H. Morton


 
Kein neuer Beitrag Hero , 28.12.2018, 13:56
Beitrag #3   

Rang: * * * O O
Registrierung: 30.03.2010, 23:14
 

Fortgeschritten mit 144 Punkte, 116 Beiträge
Vor Jahren kaufte ich Patentkali, welcher damals nur im 50 kg-Sack erhältlich war.
Wie in den Rosenbüchern beschrieben, verteilte ich diesen im Spätsommer zur Ausreifung des Holzes.
In manchen Jahren vergaß ich das und ich bemerkte keinen Unterschied. Wenn es allgemein
Frostschäden gab, hatten meine Rosen das auch.

Irgendwann fragte ich einen alten Gärtner, was ich mit der großen Menge Patentkali machen soll.
Er sagte, daß ich diesen auch im Frühjahr, gemischt mit meinem üblichen Dünger ausbringen könne.
"Damit machst du nichts kaputt"!
Später erfuhr ich noch von den Staudenfreunden, daß sie Patentkali ihren Stauden geben um
kräftigere Farben und stabilere Stengel zu bekommen.

Nachdem ich erstmals im Frühjahr mit Patentkali gedüngt hatte, zeigten einige Mickerlinge unter
meinen Rosen neues Leben und seither verwende ich Patentkali wie beschrieben. Es ist kein Fehler,
mal etwas Neues auszuprobieren!

Hier im Forum fragte ich auch einmal betreffs Patentkali. Die Antwort eines Präsidium-Mitglieds:
Patentkali ist kein Dünger. Punkt Aus fertig!

Und nochwas Harald, hier sind wir alle per Du.

Rosige Grüße von Hero
Dieser Beitrag wurde insgesamt 2 mal editiert. Das letzte Mal 28.12.2018, 13:58 von Hero.

 
Kein neuer Beitrag Leda , 28.12.2018, 14:26
Beitrag #4   

Rang: * * * O O
Registrierung: 08.04.2018, 22:24
 

Fortgeschritten mit 135 Punkte, 125 Beiträge
Harald,

es gibt so einige „Gartenregeln“, die zwar immer wieder weiterverbreitet werden, aber deswegen
trotzdem nicht richtig sein müssen. ;-) Und aus meiner Sicht ist die Patenkaligabe im Spätsommer so
eine Story. Vielleicht möchte auch niemand „Schuld“ sein, wenn er diese Praxis in Frage stellt. Da
kommt dann vielleicht ein fieser Winter und es gibt Frostschäden. Für jemanden, der immer eine
Kalidüngung im Spätsommer vorgenommen hat und nun mal darauf verzichtet hat , mag dann die Sache
„klar“ sein. Dass die Rosen in einem solchen Fall auch mit Kali Frostschäden erlitten hätten,
lässt sich eben schlecht beweisen.

Natürlich ist es unstrittig, dass Kalium auf den Wasserhaushalt und auch die Zellwände wirkt. Und
damit gerade in Verbindung mit einer stickstoffhaltigen Düngung eine wichtige Funktion besitzt.
Da hier in MV die Winter fast regelmäßig zu mehr oder minder großen Frostschäden an öfterblühenden
Rosen führen, habe ich mich mit dem Thema Kalium recht intensiv befasst. Denn natürlich wäre es
prima, wenn dadurch die Schäden vermindert werden könnten. Und das ist aus meiner Sicht leider
nicht so. Bei Spätfrösten kann sich sogar eine zu hohe Kaliversorgung negativ auswirken.!!

Grundsätzlich ist ein ausgereifter Rosentrieb im Rahmen der genetischen Veranlagung der Rose
„frosthart“. Und da kann man auch wenig dran verbessern. Auch das hat Mutter Natur bereits so
eingerichtet. :-) Wie bei anderen Gehölzen auch. Der Gärtner/die Gärtnerin kann höchstens Kulturfehler
machen, und die Rose am Ausreifen des Holzes hindern. Durch zu späten Schnitt mit anschließendem
starken Neuaustrieb etwa.
Ansonsten ist die Rose - im Rahmen ihrer Möglichkeiten- gut gerüstet für den Winter, was genau
sollte eine späte Kaliumgabe da verbessern? Und für welche Phase des Winters? Der "interne
Winterschutz" einer Rose sieht nämlich Mitte Januar ganz anders aus als Anfang Dezember. Aber auf
diesen Prozess kann das Kalium gar nicht mehr wirken.
Dazu findest du in den Lehrbüchern nichts. Es bleibt bei der vagen Aussage, kann die Frosthärte
erhöhen. Warum genau ??? Sinkt etwa der Gefrierpunkt der Zellsäfte? So was lässt sich messen!

Und wer trotzdem daran glaubt, sollte bis spätestens Ende August die Kaliumgabe verabreichen und
vor allem gut wässern.

Ich mache es wie Hero und gebe Patentkali im Frühjahr. Allerdings nur bei wenigen Rosen jährlich.





Rosige Grüße aus dem schönsten Bundesland, Leda

 
Kein neuer Beitrag Morton , 28.12.2018, 15:27
Beitrag #5   

Usergruppe: Gäste
E-Mail: n/a
Hallo Hero,

vielen Dank für die zusätzliche Information.

Ich bin neuen Dingen immer sehr aufgeschlossen. Sie haben recht, warum soll man eine
Vorgehensweise, die Erfolge gebracht hat, nicht auch mal ausprobieren. Nicht immer ist die
allgemeine Lehre der Weisheit letzter Schluss.

Ich werde es mal an einigen Stöcken ausprobieren. Vielleicht stelle ich ja auch eine Verbesserung
fest. Wiedervorlage im Sommer 2019 ;-)

Was jetzt Ihre Anmerkung zur Ansprache "Du" betrifft, so möchte ich von meiner Art, einen Menschen
den ich noch nicht persönliche kenne, nach wie vor mit "Sie" ansprechen möchte. Ich komme aus
Inverness in Schottland und bekanntlich macht man ja in der englischen Sprache keinen Unterschied
zwischen "Du und Sie". Die deutsche Sprache ist für mich aber auf Grund ihrer einzigartigen
Sprachkultur wundervoll. Es gibt wohl wenig andere Sprachen auf der Welt, die so respektvoll mit
der Ansprache und der Beschreibung von Dingen umgehen - wenn auch in neuerer Zeit aus meiner Sicht
eine gewisse Respektlosigkeit - man könnte auch sagen "Verrohung" festzustellen ist. Aber das
hindert mich nicht daran, die Feinheiten und die Schönheit der deutschen Sprache zu nutzen. Ich
möchte Sie deshalb bitten, meine Einstellung zu diesem Thema zu respektieren.


Noch einen schönen Tag und alles Gute für "2019".


Ihr


Harald H. Morton





 
Kein neuer Beitrag Leda , 28.12.2018, 18:30
Beitrag #6   

Rang: * * * O O
Registrierung: 08.04.2018, 22:24
 

Fortgeschritten mit 135 Punkte, 125 Beiträge
Lieber Harald,

sicher wird hier jeder akzeptieren, dass du die übliche Forumsanrede per Du nicht machen möchtest.
Mein Vorschlag wäre allerdings, Deine Begründung zu verschieben. Hier gehört sie thematisch nicht
hin. Und es wäre vielleicht auch besser, wenn jeder nachvollziehen kann, warum du dich so verhalten
möchtest. Denn es klingt eben ein bisschen fremd, auf Distanz gehend. Und das kann aus meiner
Sicht in einem solchen Forum zu Irritationen führen. Üblicherweise wird der Unterschied zwischen
persönlich bekannt oder eben nicht ganz bewusst nicht gemacht. Daher fände ich es hilfreich, wenn
deine Bemerkungen dazu, für jeden gut auffindbar wären. Also nicht zwischen den Düngemittel
verschwinden :-)

Rosige Grüße aus dem schönsten Bundesland, Leda

 
Kein neuer Beitrag Ramblerjosef , 28.12.2018, 18:58
Beitrag #7   

Rang: * * * O O
Registrierung: 18.01.2010, 19:54
 

Fortgeschritten mit 138 Punkte, 118 Beiträge
Hallo Herr Morton,
einen wunderschönen Rosengarten durften wir soeben bewundern. =) ;-) :-)
LG. Helene und Josef. =) ;-)

Man braucht nicht erst zu sterben um ins Paradies zu gelangen. Gehe in Deinen Rosengarten. Helene
und Josef. =)

 
Kein neuer Beitrag Leda , 29.12.2018, 19:08
Beitrag #8   

Rang: * * * O O
Registrierung: 08.04.2018, 22:24
 

Fortgeschritten mit 135 Punkte, 125 Beiträge
Zitat:
Nach dem Rosenschnitt, Mitte März, verteile ich eine Mischung aus Blaukorn und Patentkali,
halbe-halbe, an den Rosen, die wachsen sollen und Hornspäne.
Zusätzlich bekommt jede Rose eine Schippe Kompost.


So gut ernährt werden meine Rosen nicht =) Was auch daran liegt, dass ich im Garten keinen
mineralischen Dünger verwenden möchten. Natürlich könnte man dazu auch Patentkali rechnen, aber
sooo streng bin ich dann auch nicht. Und eine Zulassung für den ökologischen Landbau hat es auch.
Ich denke aber, dass es den Rosen ziemlich egal, ob sie mineralisch oder organisch oder gemischt
gedüngt werden. Entscheidend ist, dass es angemessen sein muss. Meine vielen Einmalblüher sind eher
genügsam, da reicht etwas Kompost oder auch mal gar nichts. Werden die Blüten kleiner oder sind
weniger gefüllt, muss die Versorgung verbessert werden. Auf dem Sandboden im Elternhaus
zeigen die Rosen ohne mineralische Komponente Hunger an. Also Patentrezepte gibt es nicht, jeder
kann nur sagen ,wie er es macht. Und damit vielleicht anderen eine Anregung geben.
Ich verwende hier überwiegend den verrotteten Mist unserer Pferde. Den Nährstoffgehalt lasse ich
gelegentlich testen. Mit Mühe geht das als Dünger durch, Bodenverbesserer wäre richtiger. Daher
bekommen gefräßige Rosen zusätzlich Hornspäne, allerdings bereits im Spätwinter. Außerdem wie
erwähnt Patentkali, denn der Kaliumgehalt im Mist ist Mist :D Und Magnesium und Schwefel liefert er
auch wenig. Also mein Fazit: Wer nur organisch düngen möchte, muss mehr Aufwand betreiben und sich
intensiver mit der Materie befassen. Auch da ist "Viel hilft Viel" nicht gut und nützt weder den
Rosen noch der Umwelt.

Rosige Grüße aus dem schönsten Bundesland, Leda

 
Kein neuer Beitrag Hero , 08.01.2019, 17:16
Beitrag #9   

Rang: * * * O O
Registrierung: 30.03.2010, 23:14
 

Fortgeschritten mit 144 Punkte, 116 Beiträge
Im letzten Jahr habe ich versuchsweise einen Kompost a la Terra Preta angesetzt.
Als erstes wurde er bei den Tomaten getestet, die mir daraufhin über den Kopf gewachsen sind,
obwohl ich keinen weiteren Dünger verteilt habe.
Im November wurden die Tomaten gerodet, obwohl noch hunderte grüne Cocktail-Tomaten an den Pflanzen
hingen. Auch den heißen, trockenen Sommer haben sie trotz dürftigem Gießen einwandfrei überstanden.
Meine vor Kurzem neu gepflanzten Rosen haben jeweils einen halben Eimer bekommen, vermischt mit dem
Aushub.
Im Frühjahr werde ich bei einigen Rosen seitlich Erde abstechen und meine Terra Preta einbringen.
Ich bin gespannt, wie sich diese Rosen weiter entwickeln.

Rosige Grüße von Hero

 
Kein neuer Beitrag Leda , 08.01.2019, 19:55
Beitrag #10   

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Registrierung: 08.04.2018, 22:24
 

Fortgeschritten mit 135 Punkte, 125 Beiträge
Hero hat folgendes geschrieben:
Im letzten Jahr habe ich versuchsweise einen Kompost a la Terra Preta angesetzt.


Könntest du das bitte etwas konkreter beschreiben? Klingt sehr interessant.
Für die neu gepflanzten Rosen erscheint es mir aber fast etwas "üppig" . Denn die Wirkung war doch
wohl wirklich erstaunlich!
Aber du hast dir bestimmt darüber Gedanken gemacht.

Rosige Grüße aus dem schönsten Bundesland, Leda

 
Kein neuer Beitrag Hero , 08.01.2019, 22:36
Beitrag #11   

Rang: * * * O O
Registrierung: 30.03.2010, 23:14
 

Fortgeschritten mit 144 Punkte, 116 Beiträge
Die Anleitung habe ich von einem Gärtner, der Lilien, Hosta, Hemerocallis und weitere mit diesem
Substrat topft.
Jeder arbeitet mit seinen verfügbaren Materialien. Du hast zB. Pferdemist, der bestens geeignet ist.

Ich setze im Frühjahr halbverrotteten Kompost vom Herbst und frischen Stauden- und Holzhäcksel mit
10 % aktivierter Pflanzenkohle und Urgesteinsmehl lagenweise an. Nach 6 Wochen wird das Ganze
umgesetzt und nach weiteren 6 Wochen nochmals und ist dann fertig. Allerdings achte ich darauf, ob
noch Würmer in der Mischung sind.
Wenn ja, gebe ich das Substrat nicht direkt an Wurzeln sondern vermische es mit dem Oberboden.
Wenn keine Würmer mehr drin sind, kann das Substrat direkt zum Topfen verwendet werden und auch
beim Pflanzen.

Vor allem für sandige Böden ist diese Erde besonders zu empfehlen.

Wer Mitglied bei den Staudenfreunden ist, kann das alles in deren Forum nachlesen.

Rosige Grüße von Hero
Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal editiert. Das letzte Mal 10.01.2019, 10:19 von Hero.

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