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Thema: Winterschutz [Seite 1 ]  

Kein neuer Beitrag Leda , 19.01.2019, 19:51
Beitrag #1   

Rang: * * * * O
Registrierung: 08.04.2018, 22:24
 

Erfahren mit 153 Punkte, 141 Beiträge
Ihr Lieben

bei einigen gibt es schon Schnee , in anderen Regionen fallen jetzt die Temperaturen. Wenn man den
Prognosen glauben mag :roll: , hält die Kälte an.
Wie sieht bei euch der Winterschutz aus? Ist das überhaupt ein Thema ?

Eng verbunden damit ist natürlich das Thema Winterhärte. Wenn wir auf unsere Rosen gucken, sehen
wir da eigentlich 3 Phasen, in denen es problematisch werden könnte: Den Übergang zum Herbst/den
ersten Frösten, dann den richtigen Winter mit eventuell Dauerfrost und eventuell winterlicher Sonne
und dann Spätfröste im Frühjahr.
Und in allen 3 Phasen sehen unsere Rosen auch "anders" aus.
Mich würden eure Gedanken dazu interessieren :-)

Hier in MV habe ich die Erfahrung gemacht, dass vor allem wochenlanger Dauerfrost Probleme
bereitet. Als Ausgleich sind Spätfrostschäden eher selten. Passt ja auch nicht zusammen. In anderen
Regionen scheint mir das anders zu sein. Vermutlich stehen eure Rosen früher im Saft?
Auch die Orientierung an Klimazonen erscheint mir nicht immer hilfreich. Das Kleinklima spielt eine
große Rolle, kann bis zu einer Klimazone locker ausmachen.
Und Dauerfrost ist Dauerfrost, egal ob -5 oder - 15 Grad. Oder doch nicht egal?
Bei Sandboden dringt der Frost schnell tief ein, bei Lehm eher nicht. Dafür hält Lehm die
Feuchtigkeit besser, im Winter eher schlecht. Das hat der letzte Winter hier in der Region gut
gezeigt, Frostschäden ohne Ende an den öfterblühenden Rosen. Die Temperaturen hingegen waren
durchaus moderater als in anderen Jahren. In anderen Regionen war gar nichts.

Am empfindlichsten ist sicher die Veredlungsstelle. Daher habe ich jetzt auch meine letzten
Hochstämme geschützt . Dort liegt die Veredlung oben offen in der Krone und nicht im Boden. Hier
gibt es daher einen Damenstrumpf oder auch Moos um die Veredelung und anschließend wird das Ganze
mit Tannenzweigen aufgehübscht.
Hero hat nach meiner Erinnerung da gute Fotos ;-) , auch wenn sie den Damenstrumpf am Fuß lässt.
Andere Rosen sind angehäufelt, auch wenn die Veredelung einige Zentimeter im Boden liegt. Aber
empfindliche Rosen frieren meistens nur bis zur Anhäufelung zurück. Also Erde ist der beste Schutz,
alternativ auch Kompost oder ähnliches. Nur zu früh sollte das nicht ausgebracht werden. Aber gegen
Wintersonne hilft das natürlich nicht. Ganz fatal ist es, wenn die Triebe auf der einen Seite
gefrostet sind, auf der anderen tauen. Daher habe ich auch einiges jetzt mit Tannenzweigen
abgedeckt und erstmalig auch Vlies angebracht.

Und wie sieht es bei euch aus?

Rosige Grüße aus dem schönsten Bundesland, Leda
Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal editiert. Das letzte Mal 19.01.2019, 20:22 von Leda.

 
Kein neuer Beitrag Mecklenburger , 20.01.2019, 22:18
Beitrag #2   

Rang: * * O O O
Registrierung: 20.02.2014, 20:40
 

öfters da mit 49 Punkte, 47 Beiträge
Hallo Leda,
mein größtes Problem sind eigentlich in den letzten Jahren die Spätfröste gewesen wenn die Rosen
schon im Saft waren.
Habe heute gerade aktuell die letzten Hochstämme noch eingepackt denn da hatten wir immer die
größten Probleme, um die Veredlungsstelle
kommt Tannengrün dann das ganze noch mit Holzwolle eingepackt und Vlies drüber. Beim Vlies haben
wir auch lange gesucht da das Zeug aus dem
Baumarkt einfach zu dünn ist, da ziehe ich dann min. 2 von diesen Hüllen drüber ansonsten habe ich
so eine Vlies was für den Wegebau als Unkrautschutz
mit verlegt wird, das hat sich als ideal erwiesen. Einige von den empfindlicheren habe ich mit
Kompost angehäufelt (z.B. die ganzen Engländerinnen)
der Rest muss jetzt mit durch. Lieben Gruß Rainer :-)

 
Kein neuer Beitrag Andrea , 21.01.2019, 12:13
Beitrag #3   

Rang: * * * O O
Registrierung: 24.02.2010, 12:30
 

Fortgeschritten mit 55 Punkte, 47 Beiträge
Hallo zusammen,

ich habe für diesen Winter nur die ganz frisch gepflanzten Rosen angehäufelt. Die anderen Rosen
nicht. Mein (bisher) einziger Hochstamm hat letztes Jahr leider das Zeitliche gesegnet, weil nach
und nach alle Triebe aus der Veredlungsstelle abgestorben sind. Sonst hätte ich den jetzt
eingepackt. Einige meiner Rosen sind viel zu groß, als dass ich da noch einen Winterschutz
anbringen könnte. Die Kältewelle, die jetzt kommen soll, bzw. auch schon da ist, macht mir schon
ein bisschen Sorge. Beim letzten schlimmen Kältewinter ist meine Lieblingsrose erfroren :-(.

Viele Grüße
Andrea

 
Kein neuer Beitrag Ramblerjosef , 21.01.2019, 17:37
Beitrag #4   

Rang: * * * O O
Registrierung: 18.01.2010, 19:54
 

Fortgeschritten mit 149 Punkte, 127 Beiträge
Hallo, hallo, =)
wir haben nur eine Rose mit Winterschutz versorgt und zwar die Hochstammrose-Guirlande d' Amour.
Vergangene Nacht hatten wir 10Grad unter Null. Bei dem Winterschutz bin ich wie folgt vorgegangen.
Vlies wurde in ca. 20cm breite Streifen geschnitten, die Länge in etwa 1m bis 1,5m. Länger würde
beim fest-angezogenen Wickeln nur hinderlich sein. Im Frühjahr bekommt man, wenn man so will, auch
die Vliesbinden besser aus der Rose gelöst. Ach ja, der ganze Verband wurde noch mit einem 4mm
Bindeschlauch festgezogen. ;-)
Wir haben viel Lehrgeld für den Kauf von schönen aber nicht winterharten Rosen ausgegeben. Sind nun
auf Rosen umgestiegen die mit unserem Klima in der Eifel besser zurecht kommen. =)
In zwanzig Jahren Wintererfahrung kann ich nur behaupten, jeder Winter ist anders. :roll: :confused: :shock:
Mögen wir unsere Rosen gut über den Winter bekommen.
LG. Helene und Josef. :-) ;-)

http://666kb.com/i/e0l7nrt6pt7q00ls7.jpg


http://666kb.com/i/e0l7on1civvv05xs7.jpg



http://666kb.com/i/e0l7pgn03kvqyjdqf.jpg


http://666kb.com/i/e0l7q3snxh6ccmcsn.jpg ( Bilder sind von heute ) :D

Man braucht nicht erst zu sterben um ins Paradies zu gelangen. Gehe in Deinen Rosengarten. Helene
und Josef. =)

 
Kein neuer Beitrag Hero , 21.01.2019, 20:32
Beitrag #5   

Rang: * * * O O
Registrierung: 30.03.2010, 23:14
 

Fortgeschritten mit 147 Punkte, 117 Beiträge
Mein Winterschutz:
Grundsätzlich werden alle Rosen so gepflanzt, daß die Veredlungsstelle eine Handbreit im Boden ist.

Meine 8 Hochstämme, die ich teilweise selbst veredelt habe schütze ich so:
Reisig wird auf 30 cm geschnitten und mehrere Zweige schiebe ich von unten in die Krone, so daß die
Veredlungsstelle rundum dick verdeckt ist.
Danach binde ich das Ganze mit Gummischlauch stramm zusammen. Das ist alles!
https://up.picr.de/34892250nr.jpg


Vlieshauben finde ich gräßlich weil es vor allem nachts aussieht, als ob Gespenster unterwegs
wären. Zusätzlich müssen alle Blätter vor dem Einpacken entfernt werden.
Bei meiner Methode fallen sie einfach ab.

Mit Vlieshauben geschützte Hochstämme mußte ich bei Schnittkursen in anderen Gärten bis zur
Veredlungsstelle zurückschneiden, weil das Mark in den Trieben braun war.
Zur Zeit ist es Nachts sehr kalt und Tagsüber scheint die Sonne und erwärmt die so eingepackten
Rosen. Nachts wird es wieder bitter kalt und die Triebe bekommen Frostschäden.

Rosige Grüße von Hero
Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal editiert. Das letzte Mal 21.01.2019, 20:34 von Hero.

 
Kein neuer Beitrag Leda , 02.02.2019, 18:53
Beitrag #6   

Rang: * * * * O
Registrierung: 08.04.2018, 22:24
 

Erfahren mit 153 Punkte, 141 Beiträge
Mit den Gespenster hast du Recht, Hero :-)
Trotzdem habe ich erstmalig einige Frostköttel in ein Vlies gehüllt.
Etwa Gloire de Rosomanes, die hier im letzten Jahr wieder bei null anfangen musste :cry: Und 2017 ,
damals 2 jährig schon ganz ansehnlich aussah.
https://up.picr.de/29583539ua.jpg

Die Hochstämme allerdings bleiben hier auch unverhüllt und sehen ähnlich wie bei dir aus. Und auch
die Variante von Josef gibt es in abgewandelten Form, Hauptsache die Veredelung ist irgendwie
geschützt.
Mit so einer Vlieshaube werden die Stämme in windigen Lagen auch arg bruchgefährdet. Und groß
zurückschneiden möchte ich die Triebe im Winter auch nicht. Leichte Kronenfrostschäden werden dann
eh im Frühjahr weggeschnitten.
Ich habe in den Jahre die Erfahrung gemacht, dass einige Rosen zwar hier durchaus komplett
zurückfrieren, aber dabei nicht an Vitalität verlieren. Das gilt etwa für die Kleinstrauchrosen.
Andere Rosen hingegen, etwa Remontantrosen oder hier auch insbesondere diverse Austins, werden dann
einfach immer schwächer :cry: Und so zweitriebige Teile sind wenig brauchbar.
Richtig erfroren ist mir hingegen noch keine Rose, nur wenn sie gleichzeitig einen Wühlmausschaden
oder eine andere Schwächung hatte. Und aus meiner Sicht sollte man da auch nicht gleich die
Geduld verlieren. Das kann schon mal bis Ende Juni dauern, bis sich wirklich was tut.!!

Rosige Grüße aus dem schönsten Bundesland, Leda

 
Kein neuer Beitrag Hero , 02.02.2019, 19:51
Beitrag #7   

Rang: * * * O O
Registrierung: 30.03.2010, 23:14
 

Fortgeschritten mit 147 Punkte, 117 Beiträge
Hallo Leda!

Ich hatte mal zwei Beete mit der Rose "Träumerei", die 20 Jahre lang schön und vital waren.
Nachdem diese Rosen zwei Jahre nacheinander bis zum Boden zurückgefroren ware, tat sich nicht mehr
viel.
Irgendwann mußten die raus, alle 16 Pflanzen.

Rosige Grüße von Hero
Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal editiert. Das letzte Mal 02.02.2019, 19:51 von Hero.

 
Kein neuer Beitrag BeerSarah , 19.02.2019, 13:41
Beitrag #8   

Rang: * O O O O
Registrierung: 13.02.2019, 15:30
 

Neuling mit 4 Punkte, 4 Beiträge
Mir sind letzten Winter 10 junge Rosen erfroren. Habe das Gefühl, wenn sie windgeschützter
gestanden hätten, dann wäre das nicht passiert. Habe mir jetzt ein Eckchen hinter der Laube
gesucht, da wird an den Schätzchen nicht so gezerrt. :)

 
Kein neuer Beitrag Hero , 19.02.2019, 22:42
Beitrag #9   

Rang: * * * O O
Registrierung: 30.03.2010, 23:14
 

Fortgeschritten mit 147 Punkte, 117 Beiträge
Hallo Sarah, herzlich willkommen hier!

Gärtnerst du in einer sehr kalten Gegend?

Rosige Grüße von Hero

 
Kein neuer Beitrag Mecklenburger , 23.02.2019, 18:55
Beitrag #10   

Rang: * * O O O
Registrierung: 20.02.2014, 20:40
 

öfters da mit 49 Punkte, 47 Beiträge
Guten Abend Sarah,
das mit dem Windschutz ist glaube ich eine ganz wichtige Sache, wir hatten das vor ein paar Jahren,
es war wie ein Korridor quer durch den Garten wo es besonders bzw. dauernd gewindet ;-) hat und mir
sind
in diesem Streifen einige Rosen flöten gegangen unter anderem Dortmund die eigentlich robust ist
und 3 Hochstämme
die sonst auch keine Probleme hatten. Seitdem wird der Aufwand beim Winterschutz (Hochstämme) bei
uns ganz groß geschrieben.
Sonst wird man ja arm dabei :-( =)
Lieben Gruß Rainer :-)

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