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Thema: Rosen-Meisterin der Blumenkunst [Seite 1 ]  

Kein neuer Beitrag Rosenkavalier , 17.12.2019, 11:44
Beitrag #1   

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Dauergast mit 543 Punkte, 203 Beiträge
Rosen: Meisterin der Blumenkunst

Rosie Sanders
Elisabeth Sandmann Verlag GmbH, München, 2019
ISBN 978-3-945543-70-2
38,00 €


Ich schreibe hier über ein Buch, dessen Inhalt auf dem deutschen Buchmarkt einzigartig ist. War es
bisher üblich, Rosen perfekt in Szene zu setzen, so erleben wir nun die überraschende Vielfalt und
die faszinierende Vergänglichkeit der Königin der Blumen. Das Credo der Schöpferin der über 80
Gemälden und Skizzen ist, dass
Rosen sehr viel interessanter und koketter werden, wenn sie ihr bestes Alter hinter sich haben und
in einen Zustand wunderlicher Exzentrik kommen.
Die Meisterin der Blumenmalerei hat in ihren Porträts gekonnt den Prozess des Vergehens und des
Verfalls festgehalten, in dessen Verlauf sich Struktur, Form und Färbung der Rose verändern. Den
opulenten und detailgenauen Rosenporträts sind
persönliche Notizen der Malerin beigegeben, die Einblicke in das künstlerische Schaffen geben. Auch
bei den Eigenschaften der von ihr ausgewählten Rosen, darunter viele von David Austin gezüchtete
Sorten, erweist sie sich als absolute Kennerin. Interessant ist auch, dass Rosie Sanders jedem
ihrer Gemälde einen Namen gegeben hat, wie z.B. „A dance to the music of time“ für die letzten
Blätter
einer William Shakespeare-Rose.
Die sehr interessante Einleitung „Eine kleine Geschichte der Rose“ schrieb Jane Mc Morland Hunter,
die selbst mehrere Gartenbücher veröffentlicht hat.
Ich kann jedem diesen wunderschönen Bildband der Künstlerin, der von der Royal Horticultural
Society bereits fünfmal die Goldmedaille verliehen wurde, empfehlen.
Die Rezension mit Titelbild erscheint auch unter https://rosenbuecher.wordpress.com/

Rosenkavalier



 
Kein neuer Beitrag VorstandDJungen , 19.12.2019, 10:23
Beitrag #2   

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Registrierung: 14.01.2010, 11:28
 

Dauergast mit 371 Punkte, 245 Beiträge
Hallo Rosenkavalier,

Dieses Buch habe ich vor kurzem in der Hand gehabt und es hat bei mir ein ambivalentes Gefühl
ausgelöst. Ich liebe ebenfalls die Rosenblüte am Ende ihres Lebenszykluses, wenn sie freigiebig
öffnen und die Blütenblätter rieseln. Die vertrocknenden Blüten in diesem Buch sind eine
Herausforderung an unsere Sehgewohnheiten. Das Buch ist wichtig, weil es auch die alternde Blüte
zeigt, aber es ist auch provozierend, weil unsere ästhetischen Erwartungen gegen den Strich
gebürstet werden. Ein ganz unerwarteter Ansatz für ein Rosenbuch.

Dorothea

Dorothea Jungen, Vizepräsidentin

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