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Thema: Tantaus neue Rosenkollektion : Die Orienta Rosen [Seite 1 ]  

Kein neuer Beitrag Rosenkavalier , 27.01.2020, 15:52
Beitrag #1   

Rang: * * * * *
Registrierung: 14.01.2010, 14:29
 

Dauergast mit 607 Punkte, 227 Beiträge
Rosen Tantau stellte zur IPM 2020 eine ganz neue Rosenkollektion vor : Die märchenhaften Orienta®
Rosen.
Märchenhaft und geheimnisvoll sind Orienta® Rosen, denn sie tragen das wertvolle Erbe der wilden
Rosa persica in
sich. Es tritt in Gestalt der dunkler abgesetzten Flecken im Zentrum jeder einzelnen Blüte wieder
zu Tage. Modernste
Züchtung verbindet diese so besondere, althergebrachte Zeichnung mit Gesundheit und einer Vielzahl
an Wuchsformen.
Orienta® Rosen sind den ganzen Sommer lang eine Oase für Bienen.
Neu eingeführt wurden :
Orienta® Djamila
Kleinstrauchrose
Orienta® Magnolia
Strauchrose
Orienta® Shila
Kleinstrauchrose
Orienta® Laila
Strauchrose
Orienta® Aladdin
Kletterrose

Quelle:Rosen Tantau

Rosenkavalier

 
Kein neuer Beitrag Stachelritter , 28.07.2020, 13:05
Beitrag #2   

Rang: * * O O O
Registrierung: 09.06.2020, 13:09
 

öfters da mit 37 Punkte, 35 Beiträge
Hallo zusammen,

die Orienta-Rosen sind meiner Ansicht nach nicht einfach nur wunderschöne Persica-Rosen, sondern
führen die Züchtung dieser tollen Wildrosenhybriden scheinbar noch einen Schritt weiter als die der
anderen Züchter: Gefülltere Blüten mitmarkantem "Auge", guter Duft und verschiedene Wuchsformen.

Gerade "Aladdin" scheint spannend zu sein: Die erste Persica-Kletterrose, die mir bekannt ist.

Damit hat Tantau genau die von der New Zealand Rose Society prognostizierte Entwicklungsrichtung
eingeschlagen (https://nzroses.org.nz/persica-roses/) und bietet die derzeit modernsten Sorten.

Hat hier schom jemand Erfahrungen mit den Orienta-Sorten machen können? Ist Aladdin wirklich so
vielversprechend wie erhofft?

Herzlichst,
Stefan

 
Kein neuer Beitrag Compassion , 03.08.2020, 12:49
Beitrag #3   

Rang: * * * O O
Registrierung: 08.04.2020, 10:59
 

Fortgeschritten mit 51 Punkte, 47 Beiträge
Über 'Orienta Aladdin' kann ich nichts sagen, aber über 'Orienta Magnolia', die ich auf der
Terrasse habe.
Sie hat im Mai angefangen zu blühen, die Grundfarbe ist weißlich-rosa; zuweilen schimmert sie in
einem Hauch gelb. Sie duftet ein wenig, aber nicht wirklich nennenswert ('Eyes for You' duftet
stärker). Der "Persica-Ring" ist nicht so plakativ wie bei den anderen Sorten dieser
Züchtungsrichtung und zuweilen eher ein Wasserzeichen als ein Statement. Aber gerade das gefällt
mir ausgezeichnet. Die Blüten fügen sich so sowohl in eine "klassische" Rosenpflanzung ein, wie in
eine, die poppiger ist und einen exotischen Touch haben soll. Der Strauch wächst im ersten Jahr
eher breit - auch das gefällt mir gut. Zur Zeit steht er noch in einer Gefäßgruppe, ich werde ihn
aber nach meiner nächsten Aktion auf der Terrasse extra stellen. Mittlerweile setzt er zum dritten
Mal Blüten in kleinen Büscheln an - die Pausen zwischen den Blütenschüben sind schon bei dieser
jungen Pflanze relativ kurz. Und das Laub ist makellos - aber es war ja kein Stress-Jahr
hinsichtlich des Pilzbefalls bisher und Schwächen zeigen sich meist erst nach ein, zwei Jahren.
Aber ich bin mal zuversichtlich, zumal das Klima hier in Karlsruhe Pilzbefall wenig begünstigt.
Soviel zum ersten Eindruck ... LG

Hier ist Andreas Barlage am Werke.
Der veröffentlichte Name ist nicht nur eine Hommage an eine meiner Lieblingsrosen, sondern auch ein
Leitbegriff der mir für mein Leben wichtig ist. Übersetzt werden kann er mit „Mitgefühl“.

 
Kein neuer Beitrag Stachelritter , 03.08.2020, 22:20
Beitrag #4   

Rang: * * O O O
Registrierung: 09.06.2020, 13:09
 

öfters da mit 37 Punkte, 35 Beiträge
Dankeschön, Andreas!

Alles, was du schreibst, gefällt mir sehr gut. Ich mag an Rosen die immense Bandbreite an
Erscheinungsformen.
Auf die Magnolia freue ich mich schon sehr, ein großer Holzkübel kommt im Herbst. Das dezente
Wasserzeichen gefällt mir ebenfalls ausnehmend gut! :-)

Ich habe alle Orienta bestellt, sie kommen in den nächsten Tagen - bis auf die Shila, die dann für
das nächste Jahr auf meiner Liste steht. Ich freue mich auf alle und berichte gerne über sie, wenn
ich etwas zu zeigen oder zu sagen habe.

Herzlichst,
Stefan

 
Kein neuer Beitrag Compassion , 04.08.2020, 08:46
Beitrag #5   

Rang: * * * O O
Registrierung: 08.04.2020, 10:59
 

Fortgeschritten mit 51 Punkte, 47 Beiträge
Auf den Züchtungsfeldern von Kordes und Tantau, die ich Mitte Juli besuchen und ansehen durfte,
stehen noch reichlich Züchtungen mit Persica-Rosen bereit zur Selektion. Gleiches gilt für die
Saatbeete, die die neuesten Züchtungen mit Tausenden einzelnen Sämlingen repräsentieren.
Interessant fand ich dabei, dass längst nicht alle Persica-Abkömmlinge den berühmten Ring zeigen -
eigentlich logisch, weil ja auch andere Kreuzungspartner beteiligt sind. Mir gefiel die Aussage von
Jens Krüger/Tantau sehr gut. Er bemerkte, es sei ihm im Prinzip egal, ob ein Persica-Abkömmling den
Ring zeigt oder nicht, denn den Ausschlag über die Qualität eines Sämlings zeigt er schon selbst -
und wenn durch eine Persica-Beteiligung eine nicht gezeichnete Sorte dabei herauskommt, die gesund
ist und eine gewisse Einzigartigkeit zeigt, ist das schon eine feine Sache.
Da Rosa persica - die Wildart - aus trockenen, heißen Gegenden stammt, kann ich mir auch vorstellen
dass sie über die spektakuläre Farbstellung hinaus auch Eigenschaften wie Hitzeresistenz
beisteuert. Zumindest die drei Persicas die ich hier in Karlsruhe auf der wirklich heißen
Dachterrasse im Kübel beobachten konnte/kann bestätigen das: 'Alissar Princess of Phoenicia', 'Eyes
for You' und 'Orienta Magnolia' wachsen nicht nur bestens, sondern ihre Blüten schlappen auch weit
weniger als die anderer Züchtungslinien. Gleiches möchte ich für die Kordes-Rose 'See You in
Purple' mal behaupten, die ich in diesem Jahr mehrmals in perfekter Präsentation in verschiedenen
Gärten vorgefunden habe.
Interessant bei den Züchtungen mit Persicas ist mittlerweile auch, dass es einige Züchtungen mit
etwas stärkerer Füllung gibt. Auf den Feldern - besonders von Tantau - habe ich Kandidaten gesehen,
die schätzungsweise 20-30 Blütenblätter hatten. Puristen mögen einwenden, dass dadurch das "typisch
Persicaische" verloren geht weil erst beim völligen Öffnen der Blüte sich ein Ring (oder etwas
Ähnliches) offenbart (und Staubgefäße Insekten ernähren). Doch die dunkle Petalenbasis ist ja auch
beim Aufblühen nicht weg - sie wirkt lediglich dezenter, vielleicht geheimnisvoller, als würde sie
die Blüte etwas erden und verleiht ihr einen etwas diskreteren, aber erkennbaren neuen Look.
Ich würde mich sehr freuen, wenn sich diese Sorten auch in jeder anderen wichtigen Hinsicht als
gartentauglich (Gesundheit, Robustheit, Durchtrieb, Winterhärte) und vermarktungsfähig (kompakt
wachsend, containergeeignet) erweisen, sodass die eine oder andere veröffentlicht wird. Zu diesem
Zeitpunkt kann man das noch nicht voll abschätzen.
Aber was klar ist: Die Vielfalt und das Potenzial von Rosenzüchtungen, die bereits voll da ist,
wird durch das Einkreuzen der Persicas noch erweitert.
Und wieder mal wurde mir durch den Besuch auf den Feldern deutlich, was für eine Arbeit dahinter
steckt, um gute neue Rosen in den Handel zu bringen und wie viele Kandidaten dafür "über die Klinge
springen müssen" die aus welchen Gründen auch immer nicht weiter vermehrt werden und nie einen
Namen bekommen werden. Ich hoffe sehr, dass auch angesichts der immer stärker wirkenden Marktkräfte
in Richtung Kostenreduktion dieser aufwändige Prozess der Züchtung-Testung-Selektion nicht geopfert
wird. Tantau, Kordes und sicher auch Noack und Schultheis lassen sich die Zeit und arbeiten sehr
sorgfältig. Ich finde, das Mindeste, was wir als "Verbraucher" tun können, ist, diese Arbeit durch
den Kauf von gelabelten Rosen mit Züchteretiketten zu kaufen und nicht auf die Billigheimer
zurückzugreifen. Klar, es ist ein Unterschied, ob ich für eine Pflanze 2,99 Euro oder 10 bezahle -
aber es ist wie immer: Ich bestimme durch meine Kaufentscheidung ein Stück mit das Marktgeschehen
und kann das unterstützen, was ich unterstützen will - auch wenn mein persönlicher Vorteil durch
weniger Ausgaben beim Kauf ins Hintertreffen geraten mag, profitiere ich auf lange Sicht vom
Züchtungsgeschehen - und andere gleich mit.
Oh - wurde wieder sehr grundsätzlich. Sorry, manchmal neige ich dazu ...

Hier ist Andreas Barlage am Werke.
Der veröffentlichte Name ist nicht nur eine Hommage an eine meiner Lieblingsrosen, sondern auch ein
Leitbegriff der mir für mein Leben wichtig ist. Übersetzt werden kann er mit „Mitgefühl“.

 
Kein neuer Beitrag Stachelritter , 04.08.2020, 12:40
Beitrag #6   

Rang: * * O O O
Registrierung: 09.06.2020, 13:09
 

öfters da mit 37 Punkte, 35 Beiträge
Lieber Andreas,

GANZ HERZLICHEN DANK für deine Ausführungen, die ich ohne jeden Abstrich unterschreiben könnte und
mit größtem Nachdruck bekräftige! Man muss einfach offen sein für alles und nichts ist wichtiger
als eine gesunde Pflanze. Übrigens waren eben auch die Alten Rosen einmal neu. Jede Zeit hat die
Rosen, die sie braucht.

Ich beneide dich um deine Feldbesuche und freue mich, dass die Zukunft so viel für uns bereithält!

Ein dezenteres Auge stört mich keinesfalls, ganz wichtig ist für mich die Hitzeresistenz!

Nach Jim Sproul ist die Vererbung des "Auges" eine komplexe Sache, sie scheint genetisch an
Eigenschaften gekoppelt zu sein, die für Züchtungen nicht zwingend wünschenswert sind
(https://www.helpmefind.com/gardening/ezine.php?publicationID=970&js=0). Ich denke, dass Tantau
einen sehr guten Weg gefunden hat.

Ich arbeite als Gartenfachberater unablässig für ein Umdenken hinsichtlich klimaplastischer Gärten
und dazu geeigneter Pflanzen. Ich habe derzeit über ein Dutzend Sorten, zum Teil in mehreren
Exemplaren, in meinem Garten und teste sie an den verschiedensten Standorten. Es gibt schon
erkennbare Unterschiede zwischen den Sorten und den Arbeiten der Züchter. Hitze- und
Trockenheitsresistenz interessieren mich persönlich ganz besonders.

Ein Garten braucht Liebe, Zeit und Geduld. Und eine gute Rose eben auch. Ich freue mich auf die
Züchtungen der Zukunft.

Herzlichst,
Stefan

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