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Position: Home » Forum » Rund um die Rosen » Rosen und Stauden statt Kies in den Vorgärten
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Thema: Rosen und Stauden statt Kies in den Vorgärten [Seite 1 ]  

Kein neuer Beitrag Rosenkavalier , 16.11.2017, 14:50
Beitrag #1   

Rang: * * * * O
Registrierung: 14.01.2010, 14:29
 

Erfahren mit 288 Punkte, 112 Beiträge
Rosen und Stauden statt Kies in den Vorgärten !
Auf den ersten Blick sieht Kies praktisch aus, doch das erweist sich meist als Irrtum.
Herabfallendes Laub und Kiefernnadeln lassen sich nur schwer aus den Steinen herausklauben, und
trist sieht es aus. Also weg mit den Klamotten.
Der Bund deutscher Staudengärtner (BdS) stellte hierzu pressewirksam einen Beispielfall vor.. Der
renommierte Berliner Landschaftsplaner Christian Meyer wurde gebeten, gemeinsam mit dem Ehepaar
Kukies einen Gartenplan zu entwickeln. Der BdS kontaktierte die Redaktion rbb Gartenzeit, die das
Thema bereitwillig aufnahm. Im Oktober war Pflanztermin, am 12. November 2017 strahlte der Sender
eine erste Sendung aus und zeigte, wie aus einem Kiesbeet ein lebendiger Garten entstehen kann. Im
Spätsommer 2018 wird der zweite Teil gesendet, wenn der Garten schon etwas eingewachsener ist.
„Ziel der Aktion ist es, zu zeigen, dass Kiesflächen rückgebaut werden können und dass die Anlage
eines Vorgartens kein Hexenwerk ist “ berichtet Klaus-Peter Manig, Vorsitzender des Arbeitskreises
Werbung und Öffentlichkeitsarbeit im Bund deutscher Staudengärtner. Gartenneulinge fühlen sich oft
überfordert, wenn sie keinerlei Wissen von Boden, Pflanzen und Pflege haben. „
Es ist Aufgabe der Fachleute, den Gartenbesitzern Hilfestellung zu geben. Die Aktion sollte auch
für die GRF Ansporn sein, ähnliche Aktionen einzuleiten.

Rosenkavalier


 
Kein neuer Beitrag RosenMama , 16.11.2017, 17:24
Beitrag #2   

Rang: * * O O O
Registrierung: 29.12.2011, 18:10
 

öfters da mit 31 Punkte, 25 Beiträge
Dem stimme ich zu. Wie kann das in der praktischen Umsetzung aussehen?

 
Kein neuer Beitrag Archivrambler , 17.11.2017, 12:13
Beitrag #3   

Rang: * * * O O
Registrierung: 26.11.2010, 08:48
 

Fortgeschritten mit 80 Punkte, 48 Beiträge
Wer den Bericht einmal sehen möchte:
http://mediathek.rbb-online.de/tv/rbb-Gartenzeit/Entsteint-euch/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3913628&
documentId=47534932



Man könnte sich mit Herrn Kullmann von der Gesellschaft der Staudenfreunde in Verbindung setzen und
gemeinsam ein Projekt gestalten.
Gesucht werden 3-4 Kiesgärten zur Umgestaltung bei den Rosen- und Staudenfreunden.
(Und wenn möglich sucht man noch schnell Fördergelder.)
Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal editiert. Das letzte Mal 17.11.2017, 12:17 von Archivrambler.

 
Kein neuer Beitrag Andi , 05.12.2017, 15:28
Beitrag #4   

Usergruppe: Gäste
E-Mail: andrea.braun3@gmx.de
Kleine Frage: Haben Rosen- und Staudenfreunde überhaupt die typischen Kiesgärten? Die
Kiesgärtenbesitzer, die ich kenne, sind von ihren tollen Steinwüsten überzeugt.

Viele Grüße
Andrea

 
Kein neuer Beitrag Hero , 05.10.2018, 13:42
Beitrag #5   

Usergruppe: Gäste
E-Mail: peter.rose.held@gmx.de
http://up.picr.de/33990808vg.jpg

http://up.picr.de/33990810sc.jpg


Gewünscht wurde ein pflegeleichter Vorgarten und nach gutem Zureden ist das daraus geworden.
Allerdings hatte ich feinen Kies bestellt, doch der Baustoffhändler hat dem Kunden diesen groben
Schotter aufgeschwatzt.

 
Kein neuer Beitrag Dorothea , 08.10.2018, 09:07
Beitrag #6   

Rang: * * * * O
Registrierung: 14.01.2010, 11:28
 

Erfahren mit 178 Punkte, 114 Beiträge
Hallo Hero,

Dein Beitrag hat mich auf einen Gedanken gebracht. Offensichtlich gelten Schotter und Steine als
pflegeleicht. Im Umkehrschluss gelten dann Pflanzen und vor allem der Boden als arbeitsaufwendig.
Haben zu viele Grundstücksbesitzer kein Verhältnis mehr zum Boden? Ist der sichtbare Boden eine
Provokation? Oder einfach das Bedürfnis nach einer überschaubaren, übersichtlichen Welt?

Dorothea


 
Kein neuer Beitrag Klaus , 09.10.2018, 08:13
Beitrag #7   

Rang: * * * O O
Registrierung: 15.01.2010, 12:49
Homepage: http://www.hukurban.de
 

Fortgeschritten mit 72 Punkte, 68 Beiträge
Hallo Dorothea,
die Frage scheint mir sehr berechtigt.
Bei uns um die Ecke wurde ein Haus saniert und wird nun für viel Geld an Banker vermietet. Der
Vorgarten, und was man sonst noch von der Straße aus sehen kann, entspricht diesen Bildern. Nur
sind keine Rosen, sondern Rhododendren gepflanzt. Das ist noch schlimmer. Man kann sich leicht
vorstellen, wie diese Rhododendren nach diesem langen, trockenen Sommer nun aussehen. Macht
anscheinend nichts. Vermutlich wird alles im Herbst ausgetauscht. Aufs Geld kommt es anscheinend
nicht an.
Meine Frage ist: Was müsste getan werden, um hier eine Umkehr im Denken herbeizuführen. Fehlen
vielleicht die Vorbilder?
Das Thema betrifft doch nicht nur die Rosen!
Herzliche Grüße
Klaus
Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal editiert. Das letzte Mal 11.10.2018, 07:23 von Klaus.

 
Kein neuer Beitrag Dorothea , 09.10.2018, 14:11
Beitrag #8   

Rang: * * * * O
Registrierung: 14.01.2010, 11:28
 

Erfahren mit 178 Punkte, 114 Beiträge
Hallo Klaus,

Vielleicht ist jetzt die Generation Hausbesitzer am Kommen, die nicht mehr im Boden wühlen
durften/könnten, keine Löcher zum Mittelpunkt der Erde mehr gegraben haben und die deren Eltern bei
matschstarren Klamotten in Ohnmacht gefallen sind.

Oder ist es das Bedürfnis nach Ordnung und Übersichtlichkeit, dass meine Nachbarn dazu bewegt,
Bäume und Sträucher zu roden, damit nichts mehr umfallen kann, Schatten wirft oder gar Blätter auf
den Boden fallen lässt? Die Angst, den Anforderungen eines Gartens nicht mehr gewachsen zu sein und
der Garten dem Chaos der Natur ausgeliefert ist?

Oder haben Sie ganz einfach die Befürchtung, dass zu den vielfältigen Ansprüchen auch noch die
Pflicht zur Gartenarbeit hinzukommt, die nicht so einfach zu planen ist, Mühe macht und aufgrund
der unvorhersehbaren Natur unkontrollierbar ist?

Was wir tun können? Unsere Kinder, Enkelkinder und Nachbarskinder mit in den Garten nehmen, ihnen
Flächen zum Buddeln und Pflanzen zur Verfügung stellen, und Erde wieder in unser Leben zu bringen.
Wenn es sein muss, auch mit Schuhen und Klamotten. Wir müssen Erde als Grundlage unseres Lebens
wahrnehmen und nicht nur als Quelle von Dreck.

Nachdenklich,

Dorothea
Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal editiert. Das letzte Mal 09.10.2018, 14:12 von Dorothea.

 
Kein neuer Beitrag Hero , 09.10.2018, 17:39
Beitrag #9   

Usergruppe: Gäste
E-Mail: peter.rose.held@gmx.de
Dieser Vorgarten gehört meinem Sohn und ich glaube, daß ich kein schlechtes Vorbild bin, was Garten
und Gartenarbeit betrifft.
Nur mit viel gutem Zureden kamen die Pflanzen in die Beete und als mein Sohn den von mir
gewünschten Kies bestellen wollte, sagte ihm der Baustoffhändler, daß der feine Kies vom Laubsauger
aufgenommen wird, aus dem Schotter könne er das Laub heraussaugen.
Es ist so langsam fast allgemeiner Glaube, daß in der Erde wühlen und dreckige Finger bekommen
allerunterste Schublade ist.

 
Kein neuer Beitrag Dorothea , 10.10.2018, 07:12
Beitrag #10   

Rang: * * * * O
Registrierung: 14.01.2010, 11:28
 

Erfahren mit 178 Punkte, 114 Beiträge
Hero hat folgendes geschrieben:

Es ist so langsam fast allgemeiner Glaube, daß in der Erde wühlen und dreckige Finger bekommen
allerunterste Schublade ist.


Hallo Hero,

Das scheint so zu sein. Inzwischen habe ich immer mehr das Gefühl, dass unsere Gesellschaft ein
gestörtes Verhältnis zur Erde (auch in Form von Erdboden) entwickelt hat. Sind diese leeren
Schotterbeete „Nicht-Gärten“, ein Statement gegen den Wildwuchs , eine Negierung der Natur?
Zum Glück gibt es immer wieder junge Gartenfreunde, die mir Hoffnung machen.

Dorothea

 
Kein neuer Beitrag Leda , 10.10.2018, 20:48
Beitrag #11   

Rang: * * O O O
Registrierung: 08.04.2018, 22:24
 

öfters da mit 32 Punkte, 32 Beiträge
Dass Pflegeleichtigkeit für junge Menschen , die voll im Beruf stehen, Familie haben, im
Vordergrund steht, finde ich wenig erstaunlich. Und vielleicht hat da jede Zeit ihre Version von
„pflegeleicht“. Soviel schöner fand ich die früheren Versionen mit irgendeiner immergrünen Hecke
und etwas Rasen auch nicht. Oder quadratmeterweise irgendwelche Bodendecker. Oder auch die
Pflanzung von Hausbäumen, die dann nach ein paar Jahren auch tatsächlich Bäume geworden sind und
sich als viel zu mächtig entpuppten. Und anschließend irgendwie geschnitten worden sind, um sie im
Wuchs begrenzen. :confused:
Eventuell ist es in einigen Fällen auch eine Art Gegenreaktion auf „ zu viel Natur“ im Garten. Auch
das war/ist doch ein Trend. Nicht jeder Nachbar findet es chic, wenn Giersch durch den Zaun
wuchert. Und man sich doch noch eine Belehrung anhören muss, dass PSM gar nich gehen.
Versteht mich nicht falsch, ich verwende weder Glyphosat, noch gibt es hier Kies und Blaukorn auch
nicht.
Aus meiner Sicht sollten wir aber nicht kritisieren oder pauschal „der Gesellschaft“ ein
Fehlverhalten anlasten. Zumal solche Belehrungen eher nach hinten losgehen. Und auch irgendwie
anmaßend sind.
Es geht aus meiner Sicht nur wie bereits im ersten Posting erwähnt. Aufzuzeigen, dass vielleicht
ein Kiesgarten keineswegs pflegeleicht ist. Und auch der Laubsauger Grenzen hat. Dass ein Rasen,
der wie ein Rasen aussieht , verdammt viel Aufmerksamkeit kostet. Und dass es eigentlich kaum etwas
pflegeleichteres als einmalblühende Rosen gibt
=)
Und für Menschen mit einen gut gefüllten Konto, etwa dem von Klaus erwähnten erwähnten Banker, gibt
es auch eine Vision: Ein gut angelegter und ausgestatteter Garten wertet eine Immobilie auf , setzt
das schöne Haus erst in Szene ;-)

Das war früher schon so und hat sich bis heute nicht geändert.
Ich denke auch, dass es viele junge Gartenfreunde gibt, die ganz viel Hoffnung machen. Aber man
darf die Schraube auch nicht überdrehen. Jeglicher dogmatischer Ansatz ist aus meiner Sicht
grundverkehrt.

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