Forum der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde (GRF)

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morton, 23.06.2018, 12:54
Rosenpflanzung - Veredelungsstelle


Hallo,

im hessischen Fernsehprogramm gibt es die Nachmittagssendung "Hallo Hessen". In dieser Sendung
werden auch immer wieder mal Tipps für den Garten gegeben. Am 14.6.18 wurde hier ein Beitrag zum
Thema "Rosen" von Frau Peselmann, Gärtnermeisterin aus Bad Homburg, gesendet. Es wurden Ratschläge
für die Pflege, Schnittmaßnahmen und Pflanzung vorgeführt.

Der Beitrag ist in der Mediathek abrufbar:

https://www.ardmediathek.de/tv/hallo-hessen/hallo-hessen-ganze-Sendung/hr-fernsehen/Video?bcastId=95
37582&documentId=53165612


Der Beitrag zum Thema ist ab ca. 01.01.50 zu sehen.

Die Ausführungen entsprachen bis auf den Bereich "Pflanzung" der allgemein bekannten Handhabung.
Bei der Pflanzung hat Frau Peselmann jedoch einen Ratschlag gegeben, der mich irritiert hat.

Hier wurde der Tipp gegeben, dass die Veredelungsstelle bei Pflanzung immer über der Erdoberfläche
liegen muss. Sie hat das mit der Pflanzung einer "David Austin Rose" auch vorgeführt.

Ich habe daraufhin Frau Peselmann per eMail um weitere Information gebeten, da meines Wissens die
Veredelungsstelle immer ca. 4 bis 6 cm unter der Erdoberfläche sein soll. Alle Pflanzanleitungen
von den Rosenschulen, die Fachliteratur und auch die Lehrfilme im Internet geben diesen Hinweis.

Hier meine eMail an Frau Peselmann:


Guten Tag Frau Peselmann,

ich schaue mir immer gerne Ihre Ausführungen in der Sendung "Hallo Hessen" an.

Bei der Sendung am 14.6.18 zum Thema "Rosen" ist mir aber etwas aufgefallen, was mich irritiert.

Sie sagen, dass die Veredelungstelle beim Einpflanzen über der Erde sein muss. Bei der von Ihnen
vorgenommenen Pflanzung der "Abraham Darby" haben Sie das auch nochmals ausdrücklich vorgeführt.
Diese Aussage ist mir neu. Bei allen mir vorliegenden Pflanzanleitungen und in den einschlägigen
Rosenhandbüchern wird immer erwähnt, dass die Veredelungsstelle ca. 3 - 6 cm unter der
Erdoberfläche sein soll.

Gibt es hierzu neue Erkenntnisse, die ich noch nicht weiß ?

Würde mich über eine Aufklärung sehr freuen.

Vielen Dank und beste Grüße

Harald H. Morton


Frau Peselmann hat mir auch umgehend geantwortet. Hier ihre Antwort.

Sehr geehrter Herr Morton,

manche Gärtner pflanzen die Veredlungsstelle tatsächlich unter die Erde, was zwar die Veredlung
schützt, aber das Edelreiß dazu verleitet, eigene Wurzeln zu ziehen und die Veredlungsunterlage
abzuwerfen, womit die speziell dem Boden und der Sorte angepassten guten Eigenschaften der
Unterlage verloren gehen. Daher pflanzen wir „oberirdisch“ und häufeln im Winter an, um die Stelle
zu schützen.

Mit freundlichem Gruß
Claudia Peselmann

Die Antwort ist durchaus plausibel, widerspricht aber meiner Meinung nach nicht der gängigen Lehre.

Mich würde interessieren, wie die Rosenfreunde hier im Forum darüber denken.

Beste Grüße

Harald H. Morton

PS: Also ich werde meine Rosen weiterhin so pflanzen, dass die Veredelungsstelle unter der Erde
liegt.








Klaus, 24.06.2018, 11:48
Hallo Harald,

das ist ein wirklich interessanter Punkt, weil er das berührt, was ich selbst seit über 30 Jahren
praktiziere und predige.
Bin sehr gespannt auf die Antworten.

Klaus
Rosendompteur, 24.06.2018, 20:56
Hallo,

es ist schon eine interessante Frage. Ich selber habe es noch nicht ausprobiert, die
Veredlungsstelle über den Erdboden zu belassen. Ich glaube, wir wohnen auch zu weit im Norden,
starke Froste, schneidende Winde aus Nordost, vielfach ohne schützende Schneedecke, da ist es wohl
besser die Veredlung in der Erde zu verstecken. Wenn man dann aber durch Gartenanlagen geht, sieht
man oft, das die Veredlung oberhalb des Erdniveaus ist. Oft gärtnern gerade dort ältere Leute.
Gerade im Frühjahr sieht man dann. bei einigen Rosen sind die Triebe bis zur Veredlung erfroren.
Gesagt wurde dann, wir schneiden die Runter und die Rose treibt wieder. Manche Jahre klappt es,
aber nach diesem Winter sah es vielfach nicht gut aus.

Mein Fazit; Bei uns würde ich es nicht empfehlen, die Veredlung oberhalb des Erdniveaus zu lassen,
im Weinbauklima vielleicht kein Problem.

Liebe Grüsse

Gerhard =) =) =)
Andrea, 26.06.2018, 13:20
Hallo zusammen,

aber das widerspricht doch allen gängigen Anleitungen. Und die meisten Leute häufeln ihre Rosen
doch gar nicht mehr an.

Was mich aber mehr irritiert, ist die Aussage über die Unterlagen, die speziell dem Boden und der
Rose angepasst sein soll. Mit Verlaub, das glaube ich nicht, dass die Unterlage speziell angepasst
ist. Denn es gibt gleiche Rosensorten, die auf verschiedenen Unterlagen stehen. Und wenn ich Rosen
kaufe, werde ich nicht nach meinem Gartenboden gefragt. Von daher kann die Unterlage gar nicht
speziell angepasst sein oder sehe ich da etwas falsch? Dieses Argument ist für mich nicht
schlüssig, was da geantwortet wurde. Auch nicht schlüssig ist für mich die Aussage, dass nur manche
Gärtner die Veredelungsstelle unter den Boden pflanzen. Ich würde doch meinen, dass es nur manche
Gärtner sind, die darüber pflanzen.

Viele Grüße
Andrea
Dorothea, 26.06.2018, 17:55
Bei mir habe ich ein Beet, dass mit viel Kompost aufgebessert wurde. Dieser hat sich jetzt zersetzt
und am Rand stehen bei einigen Rosen die Veredelungsstellen frei über der Erde. Die Rosen sind
nicht mehr stabil im Erdboden verankert und neigen sich zur Seite. Dagegen stehen die tiefer
gepflanzten Rosen stabil im Boden. Die Angst, dass die Rose sich von der Unterlage löst ist,
scheint sehr groß zu sein.
Die Unterlagen wählt der Rosenschuler nach seinem Boden und nicht nach dem Boden seiner Kunden.
Sonst müsste z.B. Leonardo da Vinci für sandige Böden und lehmige Böden angeboten werden.
Ich fürchte, da ist einiges bei der Recherche durcheinander geraten.

Dorothea
RosenMama, 29.06.2018, 06:02
Am letzten Wochenende gab es Gelegenheit, dieser Frage nachzugehen. Vielleicht hat ja jemand
nachgefragt?

Meine Meinung ist, dass Frau Peselmann Gärtnerin ist, keine Rosenschulerin. Das Soezialwissen rund
um die Rose ist unter Gärtnern möglicherweise nicht sehr groß.,da es zuviele verschiedene Pflanzen
gibt, die in Gärtnereien gezogen bzw verkauft werden?
Dorothea, 29.06.2018, 16:46
Hallo RosenMama,

ich glaube, keiner traute sich, solch eine Frage zu stellen. Ich meine, einmal gehört zu haben,
dass es bei Sträuchern, die eine Zwischenveredelung haben (Wurzel, Stamm und Edelreis) sinnvoll
ist, diese so hoch zu pflanzen, dass der Stammbildner keine Wurzeln treiben kann. Aber wir haben es
hier mit Rosen zu tun.
Ich würde die genannten Ratschläge als amüsante Außenseitermeinung ansehen, der man nicht folgen
sollte.

Dorothea
Morton, 30.06.2018, 13:16
Hallo Dorothea,

die Sache als "amüsante Außenseitermeinung" abzutun, ist mir etwas zu einfach.

Hierzu kann ich noch folgende Ergänzung zu meinem Eröffnungsbeitrag geben:
In meinem Rosengarten habe ich immer mal Besuchergruppen, so auch vor ein paar Tagen. Neben der
Besichtigung halte ich dann einen Vortrag zum Rosenschnitt, Pflege und auch zur Pflanzung. Als ich
auf das Thema "Pflanzung" gekommen bin und ich den Hinweis auf "unter der der
Erdoberfläche"
gegeben habe, kam von einer Besucherin prompt die Bemerkung: "Sind Sie da ganz sicher? Vor ein paar
Tagen habe ich im Fernsehen einen Bericht gesehen, demnach die Veredelungsstelle über der
Erdoberfläche sein soll."

Ich hatte mir aus Vorhersehung auf solch einen Einwand vorab Fotokopien von Pflanzanleitungen der
Rosenschulen und Texte aus Rosenhandbüchern angefertigt und konnte damit entsprechend aufklären.
Auch habe ich zu dem TV-Bericht und meine Nachfrage bzw. Antwort von Frau Peselmann Stellung
genommen.

Dorothea, wie Sie sehen, kann ein solcher Einwand, den nicht vorbereiteten Sprecher in eine
durchaus missliche Lage bringen.

Die Sendung "Hallo Hessen" wird ja auch in anderen Regionalsendern und in SAT 3 ausgestrahlt, so
dass davon ausgegangen werden muss, dass viele Menschen das gesehen haben.

Am meisten gestört hat mich bei der Antwort von Frau Peselmann die Bemerkung "manche Gärtner". Sie
unterstellt somit den anerkannten Rosenschulen und Experten, dass sie keine Ahnung haben. Frau
Peselmann ist m.E. da doch wohl über das Ziel hinaus geschossen.

Wie ich weiß, werden ja in den Freundeskreisen der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde viele
Seminare und Vorträge gehalten. Ich kann nur empfehlen, sich auf diese eigenartige Meinung von Frau
Peselmann vorzubereiten. Eine, wie oben zitierte Äußerung, kann schon die Kompetenz des Referenten
in Frage stellen.

Beste Grüße und noch einen schönen Tag.

Harald H. Morton
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"Mein Rosengarten" https://www.youtube.com/watch?v=1EjWoimhxoQ


Klaus, 30.06.2018, 15:02
Liebe Rosenfreunde,

jedes Jahr zu Beginn der Rosenzeit sind in weniger gepflegten Vorgärten - und das ist in meiner
Wohngegend leider sehr häufig der Fall - Wildrosen zu beobachten, die dort sicher niemand
gepflanzt hat. Vielmehr ist anzunehmen, dass es sich um Rosen handelt, die als Sorte gepflanzt
wurden, dann aber wegen mangelnder Pflege von der Unterlage überwuchert wurden.

Meine Frage an die Fachleute:
Passiert das Überwuchern der Sorte durch die Unterlage leichter, wenn die Rose mit der
Veredelungsstelle über der Erde gepflanzt wurde oder wenn sie mit der Veredelungsstelle unter der
Erde gepflanzt wurde?
.
Die Antwort auf diese Frage könnte vielleicht bei der Beurteilung der von Frau Peselmann
empfohlenen Pflanzmethode helfen.

Ich bin gespannt, ob die Frage weiterhelfen wird.

Herzliche Grüße

Klaus
Klaus, 07.07.2018, 18:05
Liebe Royenfreunde,
ist meine Frage so peinlich, dass niemand darauf antworten will?
Klaus
Morton, 08.07.2018, 08:36
Hallo Klaus,

Ihre Frage ist sicherlich nur zu beantworten, wenn man beide Pflanzarten praktiziert.

Ich pflanze alle Rosenstöcke mit der Veredelungsstelle unter die Erdoberfläche (wie eingangs zu
diesem Diskussionsfaden von mir schon erwähnt) und habe ganz, ganz wenig Wildtriebe. Beobachtet
habe ich, dass diese Wildtriebe auch nur bei bestimmten Sorten auftreten (z,B. Montana, Caramela,
Mainaufeuer).

Weiterhin werde ich meine Stöcke so pflanzen.

Schönen Sonntag noch.

Harald H. Morton

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"Morton Rose Garden" https://www.youtube.com/watch?v=1EjWoimhxoQ
Leda, 08.07.2018, 13:16
Deine Frage, Klaus, lässt sich nach meiner Auffassung sehr eindeutig beantworten.
Das Austreiben der Unterlage wird durch hohes Einpflanzen begünstigt.
Sitzt die Veredelungsstelle hingegen
Leda, 08.07.2018, 13:20
Sorry, zu schnell abgeschickt und die Bearbeitungstaste muss ich noch finden.

Also tiefes Einpflanzen kann dazu führen, dass die Rose schneller eigene Wurzeln bildet. Gerade
bei einigen historischen Rosen kann es dann zu einer stärkeren Bildung von Ausläufern kommen. Bei
modernen Rosen habe ich das allerdings noch nicht erlebt.
Klaus, 09.07.2018, 09:23
Liebe Rosenfreunde,

dann war meine Frage doch nicht so abwegig: Tiefes Pflanzen der Veredelungsstelle schützt nicht nur
vor Frost (was Frau Peselmann bei ihrer Methode durch Anhäufeln im Winter ersetzt), sondern eben
auch vor Wildtrieben, und ein solcher Schutz lässt sich durch Anhäufeln im Winter nicht ersetzen.

Ich vermisse immer noch eine offizielle Stellungnahme der GRF-Fachleute, z. B. der Herausgeber der
"Handreichungen".

Viele Grüße,

Klaus
Iris, 09.07.2018, 14:12
Hallo Klaus

Auch in der Schweiz kenne ich nur die Empfehlung, Rosen so tief zu pflanzen, dass die
Verdlungsstelle ca 5cm tief unter der Erdoberfläche liegt.

Im letzten Herbst bestellte ich 3 Rosenstöcke direkt bei David Austin in England, welche mit
deutlich längeren Wurzeln und Trieben als bei uns üblich geliefert wurden. Da die Pflanzanleitung
empfahl, nichts einzukürzen, es sei denn, es wären Beschädigungen vorhanden, hob ich entsprechend
tiefe Pflanzlöcher aus. Austin empfiehlt weiter, auf das Loch einen Bambusstab zu legen, um damit
am Rosenstock, wenn er ins Pflanzloch gehalten wird, bequem abzumessen, dass die Veredlungsstelle
und ein kleiner Anstz der Trieb unter die Erdoberfläche kommen. Also auch Austin gehört zu den
Rosenfachleuten, die ihre Rosen tief pflanzen.

Ich denke, dass Frau Peselmann mit ihrer Pflanzmethode wohl eher die Ausnahme ist.

Herzliche Grüsse
Iris
Andrea, 09.07.2018, 16:01
Hallo Klaus,

auch in der Gartenpraxis 6/2018 hatte Irmtraud Rieck geschrieben, dass die Veredlungssstelle über
dem Boden liegen soll. Herr Barlage hat dazu an die Gartenpraxis Folgendes (ich zitiere) geschrieben:

".... Das ist falsch. Sowohl Strauch-Päonien (das war neben den Rosen auch Thema) als auch Rosen
werden mit der Veredlungsstele im Boden gepflanzt. Bei Rosen empfiehlt sich, die Veredlungsstele
eine Handbreit in den Boden zu geben. So haben die Rosen die "Wahl", ob sie sich selbst freimachen
können und eigene Wurzeln entwickeln. Das Setzen der Veredlugnsstelle von Rosen in den Boden
gewährleistet auch eine bessere Winterhärte. ..."

Ich habe ihn nochmals darauf angesprochen, ob dies nicht auch ein Thema für den Rosenbogen wäre und
er hat geantwortet, dass diese Diskussion eigentlich völlig unnötig ist. Eine wüchsige, veredelte
Sorte kann sich durchaus freimachen können - das wäre in vielen Fällen prima. Und wenn sie es nicht
auf der eigenen Wurzel packt - dann kann nachgepflanzt werden. Die Nachteile der Pflanzung mit
Veredlung über der Bodenoberfläche sind um ein vielfaches größer als dieser konstruierte
Vorteil."

Soweit Herr Barlage als ein "Offizieller " der GRF ;-) .

Ich werde meine Rosen nach wie vor mit der Veredlungsstelle unter dem Boden pflanzen und finde, wir
Rosenfreunde sind da auch gefragt in der Aufklärung bzw. Erklärung! Wer, wenn nicht wir, können für
"richtige" Informationen sorgen.

Bei meinen modernen Rosen habe ich die meisten Wildtriebe bei meinem Hochstamm bzw. hatte. Der
Hochstamm hat das Zeitliche gesegnet. Bei Louise Odier hat die Unterlage die Macht übernommen, aber
nur weil Louise erfroren ist und sich die Wildtriebe mit meiner Ghislaine de Féligonde verbündet
haben. Sonst habe ich kaum Probleme mit Wildtrieben.

Viele Grüße
Andrea


Leda, 09.07.2018, 17:27
Zitat:
Bei meinen modernen Rosen habe ich die meisten Wildtriebe bei meinem Hochstamm bzw. hatte.


Schönes Beispiel für die Pflanzung der Veredelungsstelle(n)deutlich oberhalb des Erdniveaus ;-)
Hier ist das übrigens auch so, bei den Hochstämmen gibt es viele Wildtriebe.

Unter Rosenfreunden halte ich die Diskussion über die Pflanztiefe auch für nicht notwendig bzw. es
gibt eben kaum eine Diskussion!
Welches sinnvolle Argument würde denn überhaupt für ein Setzen der Veredelungsstelle über die
Bodenoberfläche sprechen?

Das Argument, dass eigene Wurzeln der Edelsorte schaden könnten, finde ich arg dürftig. Die meisten
Rosen wachsen genauso gut und auch besser auf eigener Wurzel. Der Grund für die Veredelung liegt
doch wohl auch eher in der besonders einfachen Vermehrung! Und dagegen ist ja auch nichts
einzuwenden.
Sicher mag es diverse Teehybriden oder auch Teeerosen geben, die tatsächlich von der Unterlage
profitieren. Aber ganz ehrlich: Sind das in euren Gärten die Rosen, die sich "freimachen" und dann
nicht mehr klar kommen? Gerade solche Rosen fehlt aus meiner Sicht häufig die Vitalität , um
überhaupt eigene Wurzeln zu bilden. Leider!
Oder ist das bei euch anders?



RosenMama, 10.07.2018, 06:26
Meine in den vergangenen Jahren gepflanzten Rosen haben die Veredlungsstelle alle unter der
Erdoberfläche. Wildtriebe konnte ich bisher keine feststellen.

In meinem früheren Garten wurde ein Großteil der Rosen vom Vorbesitzer nach altem Vorbild mit der
Veredlungsstelle über der Erdoberfläche gesetzt. An diesen Rosen bilden sich immer wieder
Wildtriebe. Schwierig ist es allerdings, hier eine generelle Aussage zu machen, da es sich
natürlich um verschiedene Rosen und Unterlagen handelt. Bei vielen ist uns der Name nicht bekannt.

Auch ich bleibe bei der Methode, tief zu pflanzen. So kann auch ein plötzlicher Wintereinbruch
keinen Schaden anrichten und es spart mir einigen Aufwand, was An- und Abhäufeln betrifft.
Klaus, 10.07.2018, 07:19
Hallo Iris,

danke für die Unterstützung!

Ich kenne die Austin-Methiode gut. Meine Frau und ich haben mehrere Bücher von David Austin ins
Deutsche übersetzt, waren selbt bei David Ausin in Albrighton und können uns noch gut erinnern, wie
wir erstaunt waren über die viel größeren Containerpflanzen als sie bei uns angeboten werden.

Was mich nur nach wie vor wundert, ist, dass sich die GRF selbst nicht energischer äußert - ja
bisher eigentlich überhapt nicht!

Viele Grüße
Klaus
Dorothea, 10.07.2018, 09:12
Hallo Klaus,

Die Ansicht von Frau Peselmann ist m.E. eine Außenseitermeinung. Die Rosen werden seit langen
Zeiten aus verschiedenen Gründen mit der Veredelungsstelle im Boden gepflanzt. Nur die
Containerrosen werden im Container höher gepflanzt, was praktische Gründe hat. Es wird jedoch immer
wieder darauf hingewiesen, dass sie im Boden mit der Veredelungsstelle 3-5 cm unter der Oberfläche
gepflanzt werden sollen.

Dorothea
Andrea, 10.07.2018, 15:58
Hallo Klaus,

ich dachte immer, wir alle sind die GRF???

Viele Grüße
Andrea

zumindest mich sehe ich so
Klaus, 11.07.2018, 08:52
Hallo Dorothea,
danke für diese Klarstellung, ich hätte sie mir allerdings früher gewünscht.
Viele Grüße
Klaus
Klaus, 11.07.2018, 09:01
Hallo Andrea,

werden die Beiträge in diesem Forum nur von GRF-Mitgliedern gelesen?
Das hoffe ich nicht!

Ich halte das Forum für eine gute Gelegenheit, die GRF einer breiteren - und vor allem jüngeren -
Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Wenn ich an die erschreckend gesunkenen Mitgliederzahlen denke, die bei der letzten
Hauptversammlung bekanntgegeben wurden, können wir uns eine solche nach innen gerichtete Haltung
nicht leisten.

Außerdem mache ich schon einen Unterschied zwischen Beiträgen von "einfachen" Forumsmitgliedern und
"offiziellen". Wenn eine im Rhein-Main-Gebiet führende Baumschule, Peselmann, eine von der Meinung
der GRF-Fachleute krass abweichende Meinung vertritt, ohne darauf hinzuweisen, dass es sich um eine
persönliche Meinung handelt, die von der Lehrmeinung abweicht, dann verunsichert das das Publikum
und dann halte ich eine "offizielle" Stellungnahme für geboten.

Ist das nur meine Meinung?

Klaus

Frankenrose, 11.07.2018, 09:53
Hallo Klaus,
im Prinzip gebe ich dir Recht. Aber Frau Peselmann wird hier nicht aktiv sein und wird ihre
(falsche) Meinung auch weiterhin vertreten.
Was die sinkende Mitgliederzahl angeht ist es leider ein allgemeines Problem, das sich auch in
anderen Vereinen widerspiegelt. Auch die Weltrosengesellschaft spricht von sinkenden
Mitgliederzahlen.
Klaus, 13.07.2018, 11:12
Hallo Herbert,
als ich vor ca. 10 Jahren den Vorsitz der Palmengartengesellschaft übernahm, lag die Mitgliederzahl
bei 1700. Während meiner 5jhrigen Amtszeit stieg sie auf 2400. Inzwischen ist sie wieder auf 1700
zurückgegangen. Gibt es da vielleicht einen Zusammenhang? Auch damals schon bestand das Phänomen
der allgemein zurückgehenden Mitgliederzahlen. Mein Beispiel zeigt aber, meine ich, dass man sich
einem Trend nicht hilflos ausgeliefert sehen muss, sondern durch geeignete Initiativen durchaus
etwas bewirken kann.
Vielleicht regt das etwas zum Nachdenken an.
Viele Grüße
Klaus
wuehlmaus, 13.07.2018, 14:11
Klaus hat folgendes geschrieben:
Hallo Herbert,
als ich vor ca. 10 Jahren den Vorsitz der Palmengartengesellschaft übernahm, lag die Mitgliederzahl
bei 1700. Während meiner 5jhrigen Amtszeit stieg sie auf 2400. Inzwischen ist sie wieder auf 1700
zurückgegangen. Gibt es da vielleicht einen Zusammenhang? Auch damals schon bestand das Phänomen
der allgemein zurückgehenden Mitgliederzahlen. Mein Beispiel zeigt aber, meine ich, dass man sich
einem Trend nicht hilflos ausgeliefert sehen muss, sondern durch geeignete Initiativen durchaus
etwas bewirken kann.
Vielleicht regt das etwas zum Nachdenken an.
Viele Grüße
Klaus


Ich denke kein Verein legt die Hände in den Schoß und trauert. Vereine sind an den Punkt umdenken
zu müssen.

ÁBer da du ja den goldenen Schlüssel hast für neue Mitglieder......

Klaus for President
Leda, 15.07.2018, 19:36
Klaus hat folgendes geschrieben:

Mein Beispiel zeigt aber, meine ich, dass man sich einem Trend nicht hilflos ausgeliefert sehen
muss, sondern durch geeignete Initiativen durchaus etwas bewirken kann.
Vielleicht regt das etwas zum Nachdenken an.



Klaus, von außen ist die Qualität deines Engagements nicht zu beurteilen, sorry.

Die Mitgliederzahlen sind die eine Sache, die eigentliche Aufgabe/Mission der GRF ist aus meiner
Sicht eine andere. Natürlich muss es das Kompetenzzentrum in Sachen Rosen sein und gleichzeitig die
Leidenschaft vermitteln für das , was uns allen hier viel Freude macht.
Klar machen, dass es unendlich viele Verwendungsmöglichkeiten für Rosen gibt, dass sie auch total
unkompliziert sein können, in jeden Gartenstil und zu jedem Trend passen usw. Ich denke das geht
nur über den Faktor "Begeisterung". Auch hier im Forum.
Wenn hier ein Nicht-GRF-Mitglied reinschaut , sollte ein WOW-Effekt ausgelöst werden.
Und da gibt es aus meiner Sicht durchaus noch Luft nach oben :-)





Klaus, 16.07.2018, 08:12
Hallo Leda,
was die "Begeisterung" angeht, stimme ich Dir voll zu, auch was die "Luft nach oben" betrifft.
Viele Grüße
Klaus
admin, 16.07.2018, 10:39
Kommen wir bitte wieder zum eigentlichen Thema "Rosenpflanzung"
Ramblerjosef, 17.07.2018, 20:46
Hallo Rosenfans, =) ;-)
bei uns in in der Nordeifel können die Winter sehr kalt werden, dann ist es gut wenn die
Veredlungsstelle vor dem Frost geschützt wird. :-(
Liegt die Veredlung über der Erde,muss mit Erdreich geschützt werden. Die Erdmenge sollte einem
großen Maulwurfshügel entsprechen,dasbedeutet bei 400 bis 500Stück Rosen viel Erde zu bewegen ist
. :-(
Nun empfehlen Fachleute die Rose so zu pflanzen das der Veredlungsknoten eine Hand breit unter der
Erde sein soll. Bei dieser Vorgehensweise ist die Rose schon ein gutes Stück vor der Kälte
geschützt, also nehme ich diesen Rat gerne an, oder? =) =) :D
Nun aber zu der Sorge das sich vermehrt Wildtriebe bilden würden. Hierzu möchte ich aus eigener
Erfahrung sagen, Wildtriebe entstehen nicht durch tiefes pflanzen. :confused: Sie entstehen durch falsches
Pflanzen. :-(
Man muss nur darauf achten das die Wurzeln in etwa senkrecht in das Erdreich gesetzt werden. Das
ist aber oft nicht so einfach wie gesagt. :confused:
Hat nun zum Beispiel der Rosenliebhaber seine Rose mit aller Sorgfalt die Wurzeln senkrecht
gepflanzt, tritt sie nun auf Anweisung von Gärtner mit den Füßen ordentlich fest damit die Rose
gut anwachsen soll, dann kann man nur erahnen, aber nicht sehen wie die Wurzeln geschoben und mit
Gewalt gedrückt wurden. Ich gehe davon aus das sich die Wurzeln durch das Heruntertreten des
Erdreichs mit den Füßen wieder nach außen in Richtung Waagerechte verschieben kann. Dies hat mit
absoluter Sicherheit zur Folge,das sich Wildtriebe bilden. :-/

http://666kb.com/i/dvapi13jigzyhocu8.jpg

http://666kb.com/i/dvapivdrjcq4pqtc0.jpg

http://666kb.com/i/dvapjfvy0mmfth8u8.jpg
Leda, 18.07.2018, 19:18
Zitat:
Nun aber zu der Sorge das sich vermehrt Wildtriebe bilden würden. Hierzu möchte ich aus eigener
Erfahrung sagen, Wildtriebe entstehen nicht durch tiefes pflanzen. :confused: Sie entstehen durch falsches
Pflanzen. :-(


Vielleicht war da unsere Diskussion missverständlich. Niemand hat behauptet, dass tiefes
Einpflanzen Wildtriebe fördert. :-) Im Gegenteil, es verhindert eher ,dass sich Wildtriebe bilden.

Ich glaube allerdings nicht, dass sich durch Antreten des Bodens die Wurzeln in ihrer Ausrichtung
verschieben. Sie sitzen doch unter der Rose !
Ich schlemme die wurzelnackten Rosen nach der Pflanzung gut ein und drücke nach Versickern des
Wassers den Boden etwas an. Eventuell muss noch etwas Erde aufgefüllt werden. Von Gewalt kann da
keine Rede sein ;-)


Rosendompteur, 18.07.2018, 21:46
Hallo Leda,

so wie Du die Pflanzung beschrieben hast mache ich es auch. Lochboden gut auflockern, Rose rein,
Erde in Etappen auffüllen und gut einschlämmen. Wenn das Wasser versickert ist nochmals gut
andrücken, Erde nachfüllen und wässern.
Bei den tiefgepflanzten Rosen habe ich bisher auch keine Wildtriebe, habe aber schon öfters
gesehen, das bei hochgepflanzten Rosen oft Wildtriebe vorkommen.

Liebe Grüsse

Gerhard =) =) =)
Rosenkavalier, 19.07.2018, 17:35
Wilhelm Kordes schreibt in "Das Rosenbuch" (7. Auflage 1956) folgendes :
" Die lockere Erde des Beetes wird sich noch etwas setzen, also müssen wir die Rosen so tief
pflanzen, dass noch 5 cm von den Zweigen
mit in die Erde kommen." Mit diesem Rat bin ich die letzten Jahrzehnte sehr gut gefahren.

Rosenkavalier

Leda, 19.07.2018, 20:38
Hallo Gerhard :-)

dann ist das wohl die Mecklenburger-Methode ;-)
Wenn ich es richtig gelesen habe, gärtnerst du nicht weit entfernt.
Und bei uns ist eben Frostschutz echt ein Thema :cry:
Aktuell natürlich auch Wasser, eher mangelndes Wasser!
Ich kann manchmal nicht der Versuchung widerstehen, im Sommer doch die eine oder andere
Containerrose zu erwerben. Für die natürlich in der Pflanzung auch nichts anderes gilt als für die
wurzelnackten. Auch wenn sie im Container mit der Veredelung oberhalb des Erdniveaus stehen. Aber
in diesem Jahr geht wegen des total trockenen Bodens nichts!

Liebe Grüße
amigoderose, 20.07.2018, 10:28
In Dietrich Woessners “Buch der Rosen“ (1967) schreibt der Autor:
… Busch- und Kletterrosen werden so gepflanzt, dass die Wurzeln abwärts wachsen können und so tief
in das Pflanzloch kommen, dass die Veredlungsstelle oder, noch besser, die Stelle wo die
Verzweigung beginnt, etwa 5 cm in den Boden kommt...
Von dieser Methode ist er in keinem seiner später erschienen Bücher abgekommen.
Gartenmeister Dietrich Woessner war Gartenbaulehrer an einer Landwirtschaftlichen Schule. Er
betrieb zahlreiche Versuchsrosengärten, gar bis auf 1‘900 mü.M.
Ein anderer Aspekt ist, dass wir Rosenfreunde Hege- und Pflegemethoden der Rosen möglichst
einheitlich an Neulinge weitergeben sollten. So werden Roseneinsteiger nicht verunsichert.

amigoderose

Morton, 23.07.2018, 23:26
Hallo,

heute am 23.7. war im BR-Regionalfernsehen wieder die Sendung "Querbeet" mit dem Thema Rosen (Danke
an "Rosenkavalier" für die nützlichen TV-Tipps).

Hier die Sendung aus der Mediathek:

https://www.br.de/mediathek/video/querbeet-23072018-wildrosen-tischdeko-mit-rosen-rosen-siegel-av:5b
0c0d4442a2dd001869f476


Der Beitrag zur Pflanzung ist gleich zu Beginn.

Ich bin nach wie vor erstaunt und auch verärgert über den Fernsehauftritt von der Gärtnermeisterin
Peselmann am 14.6.. Sicherlich unangemessen, so empfehle ich doch der Gärtermeisterin bei ihren
TV-Auftritten sich doch lieber auf die Pflanzanleitung von Thujas und Buchsbäumen zu beschränken -
von Rosenpflanzung hat sie keine Ahnung.

Schönen Abend noch.

Harald H. Morton
Klaus, 26.08.2018, 21:51
Liebe Rosenfreunde,

im gerade erschienenen Heft des Rosenbogens lese ich zu meiner großen Freude auf Seite 50:
Zur Diskussion: Veredelungsstelle - wo soll sie denn nun hin?
Es wird auch auf die hier im Forum geführte Diskussion hingewiesen, sogar mit Angabe der
Internetadresse, und es wird zur Teilnahme an der Diskussion aufgerufen!

Leider ist der Name der Autorin / des Autors nicht angegeben - zumindest konnte ich ihn nicht
entdeken.
Ich würde mich gern bei ihr/ihm bedanken.
Es dürfte doch wohl ein Mitglied des Forums sein.
Vielleicht gibt sie/er sich hier zu erkennen?

Herzliche Grüße

Klaus
Archivrambler, 27.08.2018, 09:09
Lieber Klaus,

die Diskussion und der Austausch im Forum haben wir in der Geschäftsstelle aufgegriffen und beim
Redaktionstreffen angesprochen/besprochen. Da das Thema wirklich interessant ist, entschloss sich
die Redaktion einen Artikel zu schreiben.
Soweit zum Weg vom Forum in den Rosenbogen.

Und gebe nun zurück zum Austausch der wirklich interessant ist :-) .
Klaus, 27.08.2018, 10:29
Liebe Rosenfreunde,

dass die Redaktion des Rosenbogens eine Diskussion im Forum aufgreift, um mit der gesamten
Mitgliederschaft weiterzudiskutieren, halte ich für eine großartige Bestätigung, dass wir hier im
Forum nicht einfach Sandkastenspiele machen, sondern ernste Themen diskutieren.
Auf dieser Basis sollten wir aufbauen und weitermachen.

Vielleicht ermutigt das einige der Forums-Mitglieder, die sich früher rege beteiligt, in letzter
Zeit aber etwas zurückgehalten haben, wieder mitzumachen.

Herzliche Grüße

Klaus
Leda, 27.08.2018, 12:15
Wie wollen wir denn mit dem 2. im Rosenbogen angesprochenen Thema hier verfahren?
Haltet ihr es für sinnvoll diesen Komplex auch hier unter der Überschrift "Veredelungsstelle" zu
diskutieren?

Vermutlich sind hier die meisten Mitglied in der GRF, aber Voraussetzung zur Beteiligung hier im
Forum ist es natürlich nicht.
Daher zur Sicherheit der andere Themenbereich:
"Wissen Sie, welche Einflüsse verschiedene Unterlagen auf die veredelten Sorten haben?Haben Sie
Erfahrungen mit unterschiedlichen Unterlagen auf unterschiedlichen Böden gemacht oder aus solider
Quelle davon gehört?"

Aus meiner Sicht sind die beiden Fragen für den "Verbraucher" auch nicht einfach zu beantworten.
Vor allem bei den Erfahrungen dürfte es möglicherweise ein Problem geben .
Klaus, 28.08.2018, 08:24
Hallo Leda, liebe Rosenfreunde,
die Frage, wo die Veredelungsstelle beim Pflanzen liegen sollte, unter der Erde, wie bisher üblich,
oder über der Erde, wie von Frau Peselmann empfohlen, können wir wohl in diesem Thread weiter
diskutieren.
Für die andere im Rosenbogen aufgeworfene Frage, welche Erfahrungen vorliegen, ob die Unterlage an
den Boden angepasst werden sollte, sollte wohl in einem eigenen Thread diskutiert werden, sonst
wird es unübersichtlich.
Was meint Ihr?
Herzliche Grüße
Klaus
RosenMama, 02.09.2018, 19:41
Ja, ich denke auch, dass unterschiedliche Themen in unterschiedlichen Threads diskutiert werden
sollten. Es wird sonst einfach zu unübersichtlich.
Hero, 03.12.2018, 11:27
Bei meinen Schnittkursen und Vorträgen zu Rosenthemen empfehle ich immer, bei Neupflanzungen die
Veredlungsstelle eine Handbreit tief in den Boden zu bringen.
Des Öfteren fragen dann einige nach, wie sie mit früher gepflanzten Rosen - Veredlungsstelle über
dem Boden - vorgehen sollen.
Meine Empfehlung dazu: Im Herbst zwei bis drei Schippen Erde auf die Rosenpflanze geben und
dauerhaft dort zu belassen.

Zur Bildung von Wildtrieben bei Hochstammrosen:
Hochstämme werden aus Wildrosen gezogen, bei denen von mehreren Ruten die beste belassen wird und
die anderen werden weggeschnitten.
Deshalb sind oft noch Augen vorhanden, aus denen die Wildtriebe kommen können.
Bei veredelten Rosen wird in den Wurzelhals veredelt und danach alles über der Veredlung
abgeschnitten. Es sind also keine Austriebsaugen mehr vorhanden.
Wenn trotzdem Wildtriebe erscheinen wurde zuvor wahrscheinlich mit dem Spaten zwischen den Rosen
gearbeitet und dabei sind Wurzeln verletzt worden.
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