Forum der Deutschen Rosengesellschaft e.V.

Position: Forum » Der praktische Rosengarten » "dead-heading" / Das Abschneiden verwelkter Blüten » Druckansicht
Klaus, 19.06.2020, 10:37
Liebe Forumsmitglieder,

seit meine Frau und ich vor 30 Jahren den Klassiker von Peter Beales "Classic Roses" in Deutsche
übersetzt haben ("Klassische Rosen, Dumont 1992 und 2002) suchen wir nach einem im Deutschen
gängigen Begriff für, was im Englischen "dead-heading" genannt wird. Wir haben es mit "Abschneiden
verwelkter Blüten" übersetzt und seitdem keinen besseren deutschen Ausdruck gefunden.
"Putzen"
gefällt uns gar nicht.

Was mich eigentlich wundert, denn, so schreibt Peter Beales: "Das Abschneiden verwelkter Blüten ist
bei manchen Sorten wichtiger als der Rückschnitt."

Meine Frau und ich haben uns das zu Herzen genommen und tun es ständig. Bei 'Schneewittchen' zum
Beispiel ist es sehr wichtig, damit sich ein schöner zweiter und dritter Blütenflor bilden. Wie
Rosen aussehen, wenn das nicht gemacht wird, können wir in allen Nachbargärten sehen.

Natürlich sagt meine Frau nicht: "Kannst Du mal beim 'Schneewittchen' die verwelkten Blüten
ausschneiden"? Sondern: "Kannst Du mal das 'Schneewittchen' dead-headen?"

Kann jemand mit einem "griffigeren" deutschen Ausdruck helfen?

Klaus
Compassion, 19.06.2020, 11:48
„Blüten kappen“?
RosenMama, 19.06.2020, 12:17
Hallo Klaus,

Dead-heading finde ich allerdings auch nicht sehr gelungen :shock: Es assoziiert bei mir eher
Meuchelmord im Rosengarten ;-)

Du hattest diese Frage schon mal eingestellt, richtig? Seitdem ist wohl niemandem was besseres
eingefallen. Vielleicht trifft Deine Anfrage jetzt ein offenes Ohr? Das wäre schön.

Ich selbst benutze am ehesten das Wort Ausputzen dafür.
Klaus, 19.06.2020, 22:28
Hallo RosenMama,

es kann sein, dass ich diese Frage schon mal gestellt habe. Schließlich plage ich mich mit dem
Begriff seit 30 Jahren herum.

Das Problem ist, dass es ja gar nicht nur um das Abschneiden der verwelkten Blüten geht, sondern
dass man die Rose ständig im Auge behält und nicht nur die verwelkten Blüten ausschneidet, sondern
gleichzeitig sich anbahnende Probleme erkennt und im Keim erstickt. Also beispielsweise gelbe
Fiederblättchen entfernt, bevor das ganze Blatt befallen ist. Das hilft enorm, die Rose ohne
Spritzen gesund zu halten.

Dass es keinen entsprechenden Ausdruck im Deutschen zu geben scheint, halte ich für ein
Alarmzeichen. Es wird lieber gespritzt als "gedead-headed".

Was ich in Nachbargärten ansehen muss, ist alarmierend!

Beste Grüße,
Klaus
Klaus, 19.06.2020, 23:16
Hallo Andreas,

ist das der Ausdruck, der im Deutschen für das, was mit "dead-heading" gemeint istm üblich ist?
Mir geht es nicht darum, einen neuen Ausdruck zu erfinden, den man verwenden könnte, sondern darum,
zu erfahren, welcher Ausdruck im Deutschen üblich ist.

Es scheint in der Tat keinen deutschen Ausdruck zu geben, der dem englischen
"dead-heading"
entspricht. Und das halte ich für alarmierend! Kein Wunder, dass so viel über Probleme mit Rosen
geklagt wird, wenn die simpelste Methode, Rosen gesund zu halten, nicht praktiziert wird,
vermutlich gar nicht bekannt ist!

Wäre da nicht eine Aufklärungskampagne dringend nötig?
Oder kann man das von den heutigen Rosenbesitzern nicht mehr erwarten?

Klaus
Stachelritter, 20.06.2020, 00:18
Ich verwende das Wort "Ausputzen", will ich das Entfernen verblühter Rosen beschreiben. Das ist
auch in meiner Familie und den Gartenfreunden in meiner Kolonie verbreitet.
Compassion, 20.06.2020, 09:55
Hallo Klaus,

das "Blüten kappen" ist freilich nur ein spröder Begriff für das Entfernen von Verblühtem.

Ich komme, angeregt von den Kommentaren, auf die Schiene, dass die Tätigkeit
"dead-heading"
komplexer ist und man dabei die Rosen, wie geschrieben, im Blick hat und auftretende Probleme
schneller einhegen kann, weil man sie früh erkennt.
Hier verbirgt sich ein stetiges Kümmern um die Rosen, die vermutlich bei Rosenliebhaberinnen und
-liebhabern eher verbreitet ist als bei Menschen, die mit einer Gartenarbeit schnell fertig werden
wollen und sie grundsätzlich als lästig empfinden. Insofern tut sich bei der Diskussion des
Begriffes nahezu eine Philosophie des Gärtnerns auf; eine Einstellung dazu kann sichtbar werden:
"Ist Gartenarbeit eine Lust oder eine Last?"

Zurück zum Begriff selbst. Hier kenne ich tatsächlich keine griffige deutsche Wortschöpfung die das
englische voll umfasst. Ich denke, wir neigen in unserer Sprache eher dazu, detailliert und sehr
genau etwa Arbeitsschritte zu beschreiben, und tun uns schwerer eine komplexe Tätigkeit zu umreißen
- es scheint eine Scheu darin zu bestehen, als ungenau zu gelten ... aber vielleicht idealisiere
ich das Englische auch.
Dennoch - etwa wenn wir von "Unkraut jäten" und der Brite von "weeding" sprechen kommt mir unser
Begriff enger gefasst vor und der englische, weil er nur eine Verbform braucht, aktiver und
umfassender ...

Sprachliche Versuche, etwas anzugleichen gab es etwa bei dem Begriff "Gardening - Im Garten
arbeiten". Das Wort "arbeiten" war in Verlagen mit Gartenzeitschriften und -büchern eine Zeit lang
verpönt, weil man den Leserinnen und Lesern vormachen wollte, dass ein Garten "ohne Arbeit - in
Schuss gehalten werden kann. Wir alle wissen dass das nicht geht .... und ich persönlich habe immer
gegen die verniedlichenden Worte wie "garteln" oder gar "easy gardening /quick&easy Garten / lazy
gardening / Garten für Faulenzer" gewettert (... und kann mich an eine kollegial respektvolles
Streitgespräch darüber mit Karl Ploberger, ein wirklich netter Kerl den ich sehr mag, erinnern).
"Gärtnern" gibt es im Deutschen auch - und mittlerweile wird das sogar auch im Hobbygartenbereich
verwendet ... aber es wirkt dennoch weniger gefällig als "Gardening" ... nunja, Geschmackssache.

Es ist eine hohe Kunst, einen mitschwingenden Wortsinn aus einer anderen Sprache ins Deutsche
elegant und umfassend zu übersetzen - deshalb kommt es ja etwa zu den Anglizismen. Und ich finde,
wenn man versteht, was hinter einem englischen Wort steht (und wie viel mehr als etwa in einer
deutschen unzureichenden Übersetzung) und es nicht als modische Attitüde verwendet, ist ein
Fremdwort durchaus angebracht - es wäre ja nicht das erste ... zugegeben, ich liebe die englische
Sprache sehr ... und sympathisiere durchaus mit "Gardening" ...

... ob ein Begriff "Rosing" für das Arbeiten im Rosengarten eingeführt werden kann? Ich fänd's
witzig ...
Im Deutschen hießen übrigens die Gärtner, die Rosen pflegen eine Zeit lang "Rosisten". Auch nicht
schlecht ... vielleicht ist es Zeit für eine Wiederbelebung dieses Begriffes ... ob Verbalisieren
für das Rosenpflegen mit "rosistieren" sich durchsetzen würde, wage ich zu bezweifeln.

Ich definiere mich erstmal bis auf Weiteres als Rosist und gehe gleich mal auf die Dachterrasse zum
"Rosing" ;-)
RosenMama, 20.06.2020, 13:19
Rosing ist nicht übel, leider wieder eher in Richtung Anglizismus. Wäre bei Klaus' Anspruch an ein
allumfassendes Wort "Rosenpflege" das richtige?
Compassion, 20.06.2020, 14:03
... ein Rosist oder eine Rosistin könnte doch auch "rosieren", oder? ... :confused:
Stachelritter, 20.06.2020, 17:07
"Rosing" gefällt mir sehr, weil es so viel an verschiedenen Dingen umfasst. Meine Oma ist immer "in
die Rosen" gegangen, wenn sie was mit denen zu tun hatte.

"Niemals mit kurzen Hosen oder offenen, langen Haaren in die Rosen gehen! Die Dornen sind immer
da.", war ihre Lieblingswarnung.
RosenMama, 20.06.2020, 17:47
Rosieren ist schön. Solange das nicht gleich wieder mit Spezialwissen gleichgestellt wird. Wobei
mir Stachelritters "in die Rosen gehen" noch viel besser gefällt, da es auch mich an meine Oma
erinnert.
Klaus, 22.06.2020, 07:27
An alle Forumsmitglieder, die sich an der Diskussion bisher beteilgt haben,
danke für Euer Eingehen auf meine Suche und Eure Vorschläge.
Bin gespannt, wie die Diskussion weitergeht.
Herzliche Grüße
Klaus
Klaus, 22.06.2020, 07:52
Hallo Andreas,

danke für Deinen ausführlichen Beitrag.

Zunächst für die Bestätigung, dass es einen deutschen Begriff, der dem englischen
"dead-heading"
entspricht, nicht gibt.
Weiter für die Anregung, über einen Anglizismus nachzudenken.

Ich plädiere also dafür, es bei "Dead-heading" und "dead-headen" zu belassen!
Schließlich sind wird Deutschen Anglizismen gegenüber ja sehr aufgeschlossen, wir erfinden sogar
welche, die es im Englischen gar nucht gibt (wie "Handy" und neuerdings "Homeoffice").

Dass die Einführung eines Anglizismus in der Rosenwelt möglich ist, haben meine Frau und ich selbst
erlebt und waren daran nicht ganz unbeteiligt. Und das lief so:

Als wir von 30 Jahren Peter Beales´ "Classic Roses" übersetzten, stand wir vor der Frage, wie wir
"Rambling Roses" übersetzen sollten. Die buis dahin im Deutchen üblichen Begriffe -
"Schlingrosen"
und "Rankrosen" - gefielen uns gar nicht, weil diese Rosen weder schlingen noch ranken.

Wir suchten Rat bei Heinrich Schultheis, der uns überhaupt viel bei der Übersetzung geholfen hat
und später ja auch das Vorwort zur deutschen Augabe schrieb. Er riet uns, den Begriff nicht zu
übersetzen und stehen zu lassen. Er selbst hat das sofort umgesetzt und nennt diese Rosen seitdem
selbst "Rambler" oder "Rambler-Rosen". Der Bgriff hat sich seitdem eingebürgert.

Das sollte uns doch Mut machen!

Beste Grüße

Klaus
Compassion, 22.06.2020, 09:44
Ich bin mit dem Anglizismus "dead-headen" überhaupt nicht glücklich.
Tatsächlich klingt das sehr martialisch und weil er nicht über die Gartenszene hinaus allgemein
eingebürgert ist, könnten Assoziationen zu Foltermethoden oder gar Hinrichtungen aufkommen. Der
Begriff "Rambler" klingt neutral und war beim Aufkommen nicht negativ konnotiert. Insofern war die
Bahn frei, dass er sich etablieren konnte und Heino Schultheis hatte schon ein sehr gutes Gespür
für den Klang und die Wirkung die er entfalten konnte.
Persönlich werde ich ihn als Anglizismus nicht verwenden und das Ganze umschreiben, oder höchstens
den Begriff "dead heading" als englischen Begriff vorstellen und erklären um ihn im Verlauf eines
Textes erneut verwenden zu können. Vor einer allgemeinen Verwendung im
gärtnerischen/rosenliebhaberischen Sprachgebrauch rate ich ab.
RosenMama, 22.06.2020, 21:50
Danke, Andreas, genau das habe ich weiter oben auch zum Ausdruck bringen wollen. Tote köpfen ist
das völlige Gegenteil von schönen Rosen. Auch im Englischen ist es meiner Meinung nach unangebracht.

Wir brauchen also einen komplett anderen Begriff, müssen aber das Rad nicht neu erfinden. Was
spricht gegen Ausputzen?
VorstandDJungen, 23.06.2020, 07:56
Bis jetzt habe ich „Putzen“ oder „Ausputzen“ verwendet, wenn ich die Tätigkeit des Entfernens
verblühter Rosenblüten beschreiben wollte. Meistens sage ich aber: „Ich schneide die verblühten
Blüten ab“, dann weiß jeder genau, was ich im Garten zu erledigen habe.
Ramblerjosef, 23.06.2020, 21:57
:-) ;-) ;-) =) =) :-( :-( :D :D :D :D :D
Klaus, 24.06.2020, 08:16
Liebe Forumsmitglieder,

Eure Vorbehalte gegen einen Anglizi smus "dead-headen" kann ich nchvollziehen.

"Ausputzen" gefällt mir nach wie vor nicht, konnte ich auch in keinem Register eines Rosenbuches
als Stichwort finden, im Gegensatz zum Beispiel zu den Begriffen Düngen und Schneiden.

Am besten gefallen mir noch die Begriffe "Sommerschnitt" und "Auslichten", die in dem Buch
"Rosen"
von Kiermeier/Proll verwendet werden und dort auch im Register aufgeführt sind.

Mir geht es doch bei der ganzen Diskussion um etwas ganz anderes: Das Fehlen eines griffigen
Begriffs ist für mich ein Alarmzeichen, dass das, was eigentlich notwendig ist, weithin nicht
gemacht wird! Welcher Begriff dafür verwendet wird, ist eigentlich völlig unwichtig, Hauptsache
ist, es wird gemacht. Und daran scheint es zu hapern. Und außer mir anscheinend auch kaum jemanden
zu stören.

Dabei hätten die Rosen verdient, dass den ganzen Sommer über "ge...." wird und dass das auch gesagt
und geschrieben wird. Darum geht es mir!

Klaus

Ramblerjosef, 24.06.2020, 08:35
Hallo Klaus.
einfach Super der Beitrag.
Compassion, 24.06.2020, 09:11
Hallo Klaus,

bei den beiden Begriffen, die du vorschlägst, muss ich leider widersprechen, denn sie treffen das
dead-heading nicht genau genug bzw. sind anders definiert:

"Sommerschnitt" - das bezeichnet gängigerweise in der "Grünen Fachliteratur" eine einmalige
Schnittmaßnahme etwa bei Heckenpflanzen oder Formgehölzen, wie Buxus oder Thuja. Hier wird ins
junge Holz geschnitten um eine Form zu behalten, die durch den Jahrestrieb, der im ausgehenden
Frühjahr ausgereift ist, mehr oder weniger aus der Fasson geraten ist. Außerdem suggeriert
"Sommerschnitt", dass im Herbst nicht mehr "gedeadheadet" werden muss - und das trifft ja zumindest
Anfang bis Mitte September auch nicht zu. Für Rosen führt dieses Wort meine Ansicht nach in die
falsche Denkrichtung.

"Auslichten" - das ist noch etwas ganz anderes. Denn dabei geht es darum, bei Gehölzen komplette
Triebe bis zur Basis oder einem ziemlich tiefen Ursprung zu entfernen. Man mag sich darüber
streiten, ob hier bei Rosensträuchern das auch auf einen Schnitt auf ein voll entwickeltes
Laubblatt im Laufe des Sommers bezogen werden kann. Aber stärker fällt ins Gewicht, dass
klassischerweise ein Ausiichten bei ruhenden Pflanzen, bei denen die Struktur der Pflanzen sichtbar
ist erfolgt und sich auf das Entfernen überzähliger oder vergreister Triebe bezieht. Im Bezug auf
Rosen verwende ich diesen Begriff nur, wenn ich beschreibe, wie einmal blühende Rosen im Spätherbst
oder zeitigen Frühling behandelt werden.

Es ist im Deutschen immer nur ein Behelf, die richtigen Ausdrücke hier zu finden ...
Ramblerjosef, 24.06.2020, 19:21
Hallo,
schön das ich mit diesem Beitrag mein Fachwissen so steigern konnte. Es haut einen vom Höcker wie
man ein Thema so ausschlachten kann, um Haaresbreite hättet Ihr wohl die eierlegende Wollmilchsau
gefunden. Schreibt doch darüber aber hört mit Thema auf, bitte. =)
Klaus, 25.06.2020, 07:35
Hallo Andreas,

ich muss schon schmunzeln, dass Du nun selbst den von mir vorgeschlagenen Begriff verwendest:
"Außerdem suggeriert
"Sommerschnitt", dass im Herbst nicht mehr "gedeadheadet" werden muss." Das zeigt doch, dass wir
dringend einen griffigen Begriff benötigen.
Und Deine Ausführungen machen überdeutlich, wie dringend Aufkärung hier nötig ist.
In den gängigen Rosenbüchern steht dazu sehr wenig oder überhaupt nichts, - oder, wie Du gezeigt
hast, das Falsche!
Klaus
Ramblerjosef, 25.06.2020, 11:42
Hallo, hallo,
eine Frage: Wie viele Rosen habt Ihr Schreiberlinge zu versorgen??? Sind bei Euch alle Sicherungen
durchgeknallt, kümmert Euch in aller Liebe um die Rosen und last die vorgeschlagenen Begriffe im
Herzen des Rosenfreundes ruhen. :-( :confused: :-( :-/ :D
Mit rosigen Grüßen Josef. :D ;-)
Compassion, 25.06.2020, 13:01
Lieber Ramblerjosef,

ich verstehe nicht, dass du so reagierst. Wenn dich ein Thema nicht interessiert, brauchst du es ja
nicht zu verfolgen.

Für mich in meiner Arbeit als Autor - nicht zuletzt für die Medien die uns allen in der
Rosengesellschaft Spaß und Infos bringen sollen - ist das treffsichere Formulieren ebenso
essenziell wie die Kenntnis von Rosen (und meine Liebe zu ihnen) und ich freue mich sehr über
entsprechende Impulse. Ich messe unter anderem meine eigene Arbeit an der Genauigkeit meiner Texte
und möchte diese Qualität so weit es geht ausbauen. Dann kann es auch mal zu detailreichen
Austausch hier kommen. Muss ich jetzt hier dafür um Entschuldigung bitten?

Es ist völlig in Ordnung, dass dir dieses Thema auf den Senkel gehen kann.

Aber in keinem Post wurde bisher hier irgendjemand provoziert - und ich finde es schade, dass du
hier in eine solche Ebene mit deinem Post einschwenkst, den ich spontan als unangebrachte
Zurechtweisung verstanden habe.
Denn der von dir verwendete Begriff "Schreiberling" ist beispielsweise in diesem Zusammenhang
grenzwertig - ich werte ihn mal als humoristisch gemeint.
Bei der Frage, ob bei uns die "Sicherungen durchgeknallt" seien, halte ich dir mal die Hitze des
Tages oder ein überschäumendes Temperament zugute, obwohl ich auch das nicht für angebracht halte,
hier so zu schreiben.

Wie viele Rosen ich oder irgendjemand sonst zu versorgen habe/hat, tut doch überdies auch nichts
zur Sache ...

In diesem Sinne - jedem bitte das Seine.

LG Andreas



Stachelritter, 25.06.2020, 21:15
Hallo zusammen,

ist hier der Begriff "Pflegeschnitt" schon einmal in den Ring geworfen worden?

Der wäre nicht so martialisch wie das "Rosenköpfen" (jetzt weiß ich, was die Übersetzer in den
Büchern meiner Kindheit damit immer gemeint haben) und er verdeutlicht, dass man etwas Positives,
ja sogar Nützliches mit der Tätigkeit verbinden kann.
Ramblerjosef, 25.06.2020, 22:01
Hallo Andreas, =)
wie viele Rosen ich oder irgendjemand sonst zu versorgen habe/hat, tut doch überdies auch nichts
zur Sache ...
Und ich als Praktiker sagt tut es wohl. Ich habe so viele angebliche Fachbücher mit Freude gelesen
in ca. 20 Jahren habe ich gelernt. Worte sind wie Schall und Rauch, aber auch gibt es gedrucktes
was das Papier nicht wert ist. Bei Rosenschnittkursen habe den Zuschauern zum Beispiel immer
gezeigt wie man einen Schrägschnitt vom Auge abgewendet macht damit das Regenwasser nicht ständig
auf das Auge läuft.
Hielt ich nun ein Referat über Obstbaumschnitt, sagte ich Schnittstellen über eine Größe von einem
Euro solle man mit einem Wundschutzmittel versorgt werden und kleinere Wunden werden von alleine
heilen.
Diesen Widerspruch besprach ich mit einem Gartenmeister bei einem Besuch auf der Brunnenwiese. Das
Ergebnis möchte ich nicht Preisgeben da hier im Forum genug über den Menschen gelästert wurde.
Gerne nehme ich aber auch den Rat an dieses Thema nicht mehr zu verfolgen.
MfG. Josef. :-( :D
Klaus, 27.06.2020, 06:48
Hallo Stefan,
Dein Vorschlag "Pflegeschnitt" gefällt mir gut, auch wenn sich das Verb "pflegeschneiden" etwas
merkwürdig anhört.
Er würde sich aber zumindest als Stichwort im Sachregister eines Rosenbuches und als Überschrift
über eine entsprechende Erläuterung eignen.
Danke!
Klaus
Stachelritter, 27.06.2020, 11:15
Dankeschön! "Pflegeschnelden" wäre in der Tat unglücklich, aber "einen Pflegeschnitt
vornehmen"
könnte es umschreiben.
Klaus, 27.06.2020, 22:45
Wir kommen der Sache näher!
Klaus
Rosendompteur, 28.06.2020, 20:32
Hallo,

"Pflegeschnitt" ist doch ein sehr guter Begriff zur Bestimmung von Pflegemaßnahmen bei Rosen.
Meiner Meinung nach beschreibt er alles worüber gestritten wurde.


Liebe Grüsse

Gerhard =) =) =)
Compassion, 29.06.2020, 09:04
Hallo Gerhard,

"Pflegeschnitt", das gefällt mir - manchmal sieht man den richtigen Baum im Wörterwald nicht. Danke
für deinen Tipp!

Herzliche Grüße

Andreas
Stachelritter, 29.06.2020, 12:23
Nun, das freut mich, auch wenn ich anders heiße...
Compassion, 29.06.2020, 12:48
Oh, Stefan, ich bitte um Entschuldigung für die Verwechslung - ist mir einfach durchgegangen ...
danke für die Richtigstellung.
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